Wegen Corona: „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ dürfen 2020 nicht stattfinden

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Die Festivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ können 2020 nicht stattfinden. Das geht aus dem bundesweiten Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 hervor, das Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15. April in einer Pressekonferenz ankündigte.

Die Bundesregierung reagiert damit wiederum auf die anhaltende Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Gleichzeitig wurden in anderen Bereichen milde Lockerungen der bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus angekündigt. Der Einzelhandel etwa soll unter Auflagen teilweise wieder den Betrieb aufnehmen dürfen, Schulbesuche werden vom 4. Mai an sukzessive wieder aufgenommen.

Festivalveranstalter FKP Scorpio hatte bereits reagiert und Hurricane, Southside und weitere Festivals, die in besagten Zeitraum fallen, offiziell abgesagt. Eine offizielle Festivalabsage von Marek Lieberberg ist nun auch erfolgt. Auf der Website heißt es: „Für die Veranstalter und ihre Teams, die Künstler und 175.000 Fans, die am ersten Juni-Wochenende 35 Jahre Rock am Ring und 25 Jahre Rock im Park feiern wollten, ist diese alternativlose Entscheidung natürlich enttäuschend. Dennoch haben die Produzenten uneingeschränktes Verständnis für diese unausweichliche Maßnahme im Interesse der Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten, so traurig die Absage der ausverkauften Zwillingsfestivals ist. Gleichzeitig bedanken sie sich bei den Fans ausdrücklich für ihre nachhaltige Unterstützung. Gemeinsam mit der Live-Musikbranche richten sich nunmehr alle Hoffnungen auf die Zeit nach dem Ende des Ausnahmezustandes. Die Neuansetzung der Jubiläumsfestivals von Rock am Ring und Rock im Park ist jetzt für das zweite Juni-Wochenende 2021 terminiert. Wegen der Details über die weitere Abwicklung werden alle Ticketkäufer noch um ein wenig Geduld gebeten. Die Veranstalter und ihre Teams arbeiten an konkreten Informationen über die genaue Vorgehensweise, die im nächsten Schritt bekanntgegeben werden. Bis dahin werden die Fans um Verständnis gebeten.“

RollingStone.de etwa erklärt, dass die konkreten Größen im Rahmen der Corona-Pandemie noch festgelegt würden. Die verschiedenen Bundesländer hätten zuvor schon Orientierungsrahmen festgesetzt. So schreibt etwa das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, dass ein Event den Charakter einer Großveranstaltung trage, wenn mindestens 100.000 Besucher erwartet werden, mehr als 5.000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sind oder ein besonders erhöhtes Gefährdungspotenzial vorläge.

Eine einheitliche Definition von „Großveranstaltung“ aber, das wird betont, liege nicht vor. Falls das geplante Ereignis eine Großveranstaltung ist, würden besondere Anforderungen an den Veranstalter gestellt werden. So seien bereits in der Planung mehr Partner einzubinden – und die Behörden verlangen, dass für einzelne relevante Abläufe Konzepte erstellt werden.

Anfang April noch wurde an der Durchführung beider Festivals festgehalten. Eine Sprecherin der Agentur Live Nation teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit: „’Rock am Ring‘ und ‚Rock im Park‘ 2020 finden nach derzeitigem Stand wie geplant statt, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.“ Außerdem erklärte sie: „Wir beobachten die Situation natürlich aufmerksam und werden den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen.“

Auf Facebook erklärte man:

https://www.facebook.com/rockamring/photos/a.10151650356829880/10158713188299880/?type=3&theater

„Rock am Ring“ und „Rock im Park“ sollten vom 5. bis 7. Juni 2020 stattfinden. Dabei sollten Artists wie Volbeat, Green DaySystem Of A DownThe OffspringBosse und Trettmann auftreten. 2020 hätten die Festivals zudem ihren 60. Geburtstag gefeiert – zumindest in Summe. „Rock am Ring“ gibt es seit nunmehr 35 Jahren und „Rock im Park“ seit 25 Jahren.


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