Schauspieler Ian McKellen spricht Elliot Page nach Transgender-Coming-out Mut zu

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Der britische Schauspieler Ian McKellen, vielen als Gandalf aus der „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt, wandte sich mit rührenden Worten an seinen Schauspieler-Kollegen Elliot Page. Der Kanadier gab Anfang Dezember 2020 sein Coming-out als Transgender-Mann bekannt. McKellen betonte nun in einem Interview mit der britischen Zeitschrift „Attitude“, dass er sehr glücklich für Page sei. Doch der 81-Jährige machte sich auch Vorwürfe.

Ian McKellen und Elliot Page kennen sich bereits seit 2006. Damals standen die beiden für den Film „X-Men: Der letzte Widerstand“ gemeinsam vor der Kamera. In dem Actionstreifen spielte McKellen die Rolle des Superschurken „Magneto“, Page war als Superheldin Kitty Pryde, auch bekannt als „Shadowcat“, zu sehen. Nun erinnerte sich McKellen in dem Gespräch mit „Attitude“ an die Zeit der Dreharbeiten und machte sich schwere Vorwürfe. Er betonte, wie enttäuscht er von sich selbst sei, nicht bemerkt zu haben, dass Page schon damals am Set offenbar mit seiner Identität haderte. McKellen beschrieb, wie leise Page damals sprach und auch andere Crew-Mitglieder ihn teilweise kaum verstehen konnten.

„Es wird alles besser werden“

Der Brite fand aber auch aufmunternde Worte: „Es wird alles besser werden, weil man Selbstvertrauen bekommt“, so McKellen, der im Jahr 1988 sein Coming-out als schwuler Mann feierte. Er sagte außerdem: „Wenn du Glück hast, wirst du was Beziehungen, Freunde aller Art und Familie betrifft, stärker.“ Zudem müsse sich diesbezüglich das Verhalten aller Menschen verbessern, so der Schauspieler.


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