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„Sakrileg“, „Illuminati“, „Inferno“: 12 Fakten über die Verschwörungs-Thriller mit Tom Hanks

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Kaum einer hat das Genre der Verschwörungs-Thriller so gut verstanden wie der Weltbestseller-Autor Dan Brown. Seine fünf Romane rund um den Harvard-Professor Robert Langdon – der Indiana Jones der Symbolkunde – gehören zu den meistverkauften Büchern aller bisherigen Zeiten. „Illuminati“ behandelt den seit jeher existierenden Konflikt zwischen Kirche und Wissenschaft, „Sakrileg“ verbindet Leonardo Da Vinci mit Verschwörungstheorien rund um Jesus Christus, „Das verlorene Symbol“ basiert auf Legenden rund um die Freimaurer und der letzte Teil der Buchreihe „Inferno“ beschäftigt sich mit Dantes „Göttlicher Komödie“ und einer, ähm, Pandemie. Alles Dystopie also.

Im Jahr 2006 wurde „Sakrileg“ unter dem Titel „The Da Vinci Code – Sakrileg“ von „A Beautiful Mind“-Regisseur Ron Howard verfilmt – mit Tom Hanks, Audrey Tautou, Sir Ian McKellen und Jean Reno in den Hauptrollen. Der Film erreichte trotz mittelmäßiger Kritiken fantastische Einspielergebnisse. Im Jahr 2009 folgte daraufhin „Illuminati“, der Hanks wieder in der Rolle des Langdon zeigte. Ganze sieben Jahre später übernahm er die Rolle in Dan Browns jüngstem Werk „Inferno“ wieder – dieses Mal an der Seite von „Rogue One“-Star Felicity Jones, Omar Sy, Ben Foster und der im vergangenen Jahr verstorbenen Bollywood-Legende Irrfan Khan.

Am Samstag, den 20. Februar 2021 präsentiert der Sender Vox um 20:15 Uhr den zweiten Teil der Trilogie „Illuminati“ – freut Euch also auf ein spannendes Fernseherlebnis voller Verfolgungsjagden, Ritualmorden und Rätselraten. Die besten Hintergründe zu der Filmreihe könnt Ihr Euch vorher oder zeitgleich hier durchlesen.

15 spannende Fakten zu den Dan-Brown-Verfilmungen „The Da Vinci Code – Sakrileg“, „Illuminati“ und „Inferno“:

1. „The Da Vinci Code – Sakrileg“ löste eine gigantische Empörungswelle von Seiten der katholischen Kirche aus.

So beschwerten sich viele Kardinäle, Nonnen und Mitglieder von der Organisation „Opus Dei“, die These, dass Jesus Christus Maria Magdalena geheiratet und ein Kind mit ihr bekommen hätte, sei eine „ketzerische Behauptung“. Die Aufruhr war so groß, dass teilweise sogar die Dreharbeiten zum Film behindert wurden: So protestierte eine katholische Nonne zwölf Stunden lang vor der anglikanischen Kathedrale in der Stadt Lincoln, um den Film zu verhindern. Zudem soll Berichten zufolge eine weitere Nonne vor dem Gebäude gebetet haben, in dem Tom Hanks zwei Tage lang mit den Dreharbeiten zu „Sakrileg“ beschäftigt war.

2. Alle drei Filme wurden trotz fantastischen Einspielergebnissen von der Kritik nicht sehr gut aufgenommen.

Bei der Vorpremiere von „The Da Vinci Code – Sakrileg“ bei den Filmfestspielen in Cannes im Jahr 2006 brachte der Film bei den rund 2000 Filmkritiker*innen bloß „Schweigen und vereinzeltes Gelächter“ hervor, berichtet die Süddeutsche Zeitung aus demselben Jahr. Auch die Filmkritik-Website „Rotten Tomatoes“ zeigt, dass von insgesamt 220 Einzelkritiken der Presse oder Filmblogs zu „The Da Vinci Code – Sakrileg“ nur 55 – und damit 26 Prozent – positiv waren. Bei dem dritten Teil der Trilogie „Inferno“ sieht das Ganze noch schlechter aus: Dort hat der Film nur sage und schreibe 23 Prozent positive Kritiken erhalten.

3. Um im Louvre Museum in Paris drehen zu dürfen, mussten sich die Filmemacher*innen an zahlreiche strenge Richtlinien halten.

So durfte beispielsweise kein Licht auf die „Mona Lisa“ fallen – um diesen Effekt dennoch zu bekommen, wurden insgesamt fünf Kopien des Meisterwerks hergestellt. Zudem war es der Crew nicht erlaubt, mit Farbe auf den Boden des Museums zu malen. Aus diesem Grund musste die Szene, in der die Leiche von Jacques Saunière inmitten eines Pentagrams aufgefunden wird, im Studio nachgedreht werden.

4. Der Name des Polizei-Inspektors aus „The Da Vinci Code – Sakrileg“ ist mit einem Schimpfwort zu übersetzen.

Der grimmige Polizist heißt „Bezu Fache“, was auf französisch übersetzt so etwas wie „angry fucker“ bedeutet. Dan Brown erzählte später in einem Interview, er habe den Namen aufgrund von Faches hohem Temperament ausgewählt.

5. Alle drei Filme wurden in der falschen Reihenfolge produziert.

Die erste Verfilmung „The Da Vinci Code – Sakrileg“ ist eigentlich der zweite Teil der Buchreihe, der zweite verfilmte Blockbuster „Illuminati“ der erste Roman der Langdon-Bücher und bei „Inferno“ – der dritten Verfilmung – handelt es sich um den eigentlich vierten Teil der Buchreihe.

Der Grund für das Durcheinander ist simpel: Im Jahr 2003 erwarb Sony die Filmrechte zu den beiden Romanen „Sakrileg“ und „Illuminati“. Als Ron Howard plante „Sakrileg“ zu verfilmen, war er sich jedoch unsicher bezüglich des Erfolg des Projekts und inszenierte den Mystery-Thriller deshalb als alleinstehenden Film. Als sich der Film entgegen seinen Befürchtungen jedoch als Welterfolg herausstellte, begann er mit der Arbeit an „Illuminati“.

Daraufhin startete der „Solo: A Star Wars Story“-Regisseur die Umsetzung des vierten Buches „Das verlorene Symbol“ – dies zog sich jedoch so lange hin, dass Dan Brown in der Zwischenzeit seinen fünften Langdon-Roman „Inferno“ veröffentlichte. Kurzerhand wechselten die Filmemacher*innen den Kurs und schlugen „Das verlorene Symbol“ in den Wind.

6. In „The Da Vinci Code – Sakrileg“ sind mehrere kleine Easter Eggs versteckt.

So kann man in dem Film einmal kurz einen Gargoyle bei der „Rosslyn Chapel“ erkennen, welcher nach dem Gesicht von Regisseur Ron Howard modelliert wurde. Auch die Wahl der gezeigten Gemälde im Film sind kein Zufall: Das Poster neben dem Fahrstuhl im Louvre zeigt Carvaggios Bild „The Boy in the Well“ – eine Anspielung darauf, dass Robert Langdon als Kind in einen Brunnen gefallen ist und seither unter Klaustrophobie leidet.

7. Es gab mehrere Schauspieler, die für die Rolle des Robert Langdon in Betracht gezogen wurden.

Ron Howard wollte ursprünglich gerne mit dem im Jahr 2017 verstorbenen Schauspieler Bill Paxton zusammenarbeiten – dieser lehnte die Rolle allerdings aufgrund von Terminkonflikten ab. Daraufhin war Russell Crowe lange für die Rolle im Gespräch, doch letztendlich kehrte Howard zu seinem guten Freund und Kollegen Tom Hanks zurück, mit dem er bereits bei zwei Filmen zusammen gearbeitet hatte. Andere Namen, die für kurze Zeit im Rennen waren, sind Ralph Fiennes, Hugh Jackman und George Clooney. On another note: Die Rolle des Camerlengo Patrick McKenna (letztendlich gespielt von Ewan McGregor) in „Illuminati“ wurde Leonardo DiCaprio von Tom Hanks persönlich angeboten – dieser lehnte jedoch ab.

8. Es wurde der Crew für „Illuminati“ (selbstverständlich) nicht erlaubt, in der Vatikanstadt zu drehen – deshalb mussten sie kreativ werden.

So reisten die Filmemacher*innen zunächst als Tourist*innen nach Rom, um alles so genau wie möglich zu fotografieren. Daraufhin wurde nicht nur das Innere des Petersdoms und die Sixtinische Kapelle detailgetreu in den Sony Studios nachgebaut, sondern auch der gesamte Petersplatz in Originalgröße. Zudem mussten aus Geld- und Platzmangel mehrere Sets zweimal benutzt werden: der Petersplatz und die Piazza Navona, sowie die Kirchen Santa Maria del Popolo und Santa Maria della Vittoria.

9. Während der Dreharbeiten kam die Crew einem Hochzeitszug in die Quere.

An einem Tag der Dreharbeiten stand die Crew versehentlich einem Hochzeitszug im Weg, der gerade zur Kirche wollte. Als Tom Hanks dies bemerkte, nahm er die Dinge selbst in die Hand und geleitete die Hochzeitsgesellschaft durch das ganze Set zur Kirche, damit die Braut rechtzeitig zu ihrer Trauung kam. Als Dankeschön wurden Hanks und Ron Howard zur Eheschließung eingeladen – diese mussten die beiden aufgrund ihres vollen Terminkalenders jedoch absagen.

10. In „Illuminati“ sind zahlreiche Cameo-Auftritte versteckt.

So erkennt man zu Beginn des Films in Langdons Haus ein Foto von Sophie Neveu (gespielt von Audrey Tautou), das auf einem Regalbrett steht. Ron Howard engagierte zudem seine Ehefrau Cheryl Howard als eine Wissenschaftlerin bei CERN und seinen Vater Rance Howard als einen der Kardinäle. Und das ist nicht alles: Wer genau hinschaut, kann vor dem Pantheon einmal kurz die deutsche Schauspielerin Jutta Speidel erkennen, die zufällig auf die Dreharbeiten in Rom stieß.

11. Alle Liebesgeschichten aus den Büchern wurden in den Filmen weggelassen.

In Dan Browns Romanen beginnt Robert Langdon in „Illuminati“ zum Ende des Buches eine Beziehung mit der Atomphysikerin Vittoria Vetra (im Film gespielt von Ayelet Zurer), die in „Sakrileg“ allerdings schon wieder beendet ist. Am Ende von „Inferno“ geht Langdon zudem eine Beziehung mit Dr. Sienna Brooks (gespielt von Felicity Jones) ein. Beide Liaisons wurden aus den Verfilmungen entfernt.

12. In dem Buch „Inferno“ wird verraten, dass Dr. Sienna Brooks ihren ersten Namen „Felicity“ als Kind abgelegt hat. Im Film wird Sienna von der Schauspielerin Felicity Jones gespielt.


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