Selena Gomez: „Ich schäme mich nicht“ – Offenheit über Bipolare Störung
Im Podcast ihres Mannes Benny Blanco spricht Selena Gomez so offen wie nie über manische Phasen, Fehldiagnosen und warum Therapie für sie kein Tabu mehr ist.
Selena Gomez berichtet von ihrer Bipolaren Störung. Im Podcast „Friends Keep Secrets“ ihres Ehemanns Benny Blanco sprach die Schauspielerin und Sängerin offen über ihre psychische Erkrankung und ihren Weg zur Diagnose.
Falsche Diagnosen
Blanco fragte sie im Podcast, ob sie vor ihrem offiziellen Befund schon geahnt habe, bipolar zu sein. „Ich wusste, dass etwas nicht stimmte, aber ich glaube, ich wurde falsch diagnostiziert“, antwortete die Schauspielerin und Sängerin. „Ich glaube, die Leute haben einfach Vermutungen angestellt, und ich habe es bei mehreren Therapeuten versucht.“
Die Schauspielerin machte ihre psychische Erkrankung 2020 öffentlich – und empfand dies damals als Erleichterung.
Offen über manische Episoden
Jetzt spricht sie erstmals über ihre manischen Episoden. „Ich bin ebenso stolz darauf, sagen zu können, dass ich tatsächlich manische Phasen habe“, sagte sie. „Ich schäme mich überhaupt nicht dafür, denn so kann ich sie etwas schneller erkennen.“
Im Podcast erklärte sie zudem, es helfe ihr sehr, dass ihr Partner Benny Blanco sie versteht und sie mit der Erkrankung unterstützt. Laut Blanco habe sie dennoch gelegentlich manische Momente, die sie selbst nicht erkennt. „Sie merkt erst, dass sie einen Anfall hat, wenn er schon im Gange ist, und manchmal erinnert sie sich nicht einmal daran, wenn es passiert.“
„Es ist eine so heikle Sache, weil man nicht mit dieser Person darüber sprechen sollte, während sie mitten drin steckt. Und selbst wenn man mit ihr zusammen ist und sie so überaus selbstbewusst ist, sagt sie Dinge wie: ‚Ich glaube, ich fühle mich gerade ein bisschen manisch.‘“ Die beiden sind seit 2023 ein Paar und haben 2025 geheiratet.
Therapie ohne Scham
Gomez hat seit der Erkenntnis vier verschiedene Therapien durchlaufen. Sie ist der Meinung, dass die Scham, in Therapie zu gehen, abgebaut werden sollte. „Es ist heuchlerisch Menschen wegen einer Therapie zu verurteilen. Wenn man sie nicht versteht, dann ist das einfach nicht für das Richtige für die Person. Aber mir hat sie endlich ermöglicht zu erkennen: ‚Ach, deshalb bin ich so mit den Dingen umgegangen. Deshalb konnten alle anderen schnell darüber hinwegkommen, und ich nicht.‘“
Mit ihren therapeutischen Maßnahmen geht sie sehr offen um. In einem Interview mit der „Vogue“ 2021 sprach sie über bestimmte Techniken, die sie täglich anwende. Sie befindet sich in einer Dialektisch-Behavioralen Therapie – einer Mischung aus Kognitiver Verhaltenstherapie und Achtsamkeit, bei der die Akzeptanz der Krankheit eine zentrale Rolle spielt.
Denn Selena Gomez hat ihre Bipolare Störung akzeptiert und geht offen damit um. Damit ist sie ein starkes Vorbild für viele, die mit der psychischen Erkrankung leben.







