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SOPHIE: Bruder der verunglückten Musikerin stellt posthum erscheinende Musik in Aussicht

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Als im Januar 2021 bekannt wurde, dass die britische Transgender-Musikerin und Produzentin SOPHIE durch einen versehentlichen Balkonsturz in Athen zu Tode gekommen war, reagierte die Branche schockiert. Jetzt verriet ihr Bruder Ben Long, dass Sophie Xeon – wie die Britin mit bürgerlichem Namen hieß – jede Menge Musik hinterließ und dass Einiges davon als posthumes Werk veröffentlicht werden soll.

„In den Tresoren ist so viel Musik. Es gibt buchstäblich Hunderte von Tracks“, so Long gegenüber dem US-amerikanischen Magazin „Billboard.“ Das Material reiche von groben Ideen bis hin zu fast fertigen Songs. Doch welche der Lieder letztendlich veröffentlicht werden – dies werde aktuell zwischen SOPHIEs Familie und ihren Labels „Australia’s Future Classic“ sowie „United Kingdom’s Transgressive Records“ diskutiert. Das letzte Wort werde aber die Familie haben, so Long.

Long besitzt SOPHIES musikalischen Nachlass

Weiter betonte er, dass egal, was veröffentlicht wird, seine Entscheidung mit einbezogen werden müsse, da er im Besitz der gesamten unveröffentlichten Musik von SOPHIE sei. Vor ihrem plötzlichen Tod war Long für seine Schwester unter anderem als Tourmanager, Live-Toningenieur und Mixer tätig. Auch wirkte er an ihrem 2018 erschienen Album OIL OF EVERY PEARL’S UN-INSIDE mit sowie an bislang unveröffentlichten Projekten, die laut ihm nur noch einen letzten Schliff benötigen.

Über die unveröffentlichten Projekte sagte Long weiter: „Die Idee, die SOPHIE und ich oft diskutiert haben, war, ein abstraktes experimentelles Album und dann eine Pop-Platte zu machen – und dies sollte die Pop-Platte sein. Wir wollten diesen Zyklus jahrelang fortsetzen.“ Ob alles davon erscheinen werde, kann Long allerdings noch nicht sagen, „weil SOPHIE es manchmal nicht wollte oder es noch nicht fertig war.“ Aber: „Bei vielen Songs war ziemlich klar, dass ich die Richtung kenne, in welche die Dinge gehen sollten.“


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