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The Beatles: Die Penny Lane soll wegen Sklaverei-Bezug umbenannt werden

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Motiviert von der aktuellen „Black Lives Matter“-Bewegung befinden sich derzeit zahlreiche etablierte Monumente und sogar Bandnamen auf dem Prüfstand, weil sie mit rassistischen, historischen Figuren und Konzepten in Verbindung stehen sollen. Nun könnte auch die sich in Liverpool befindende Penny Lane schon bald der Vergangenheit angehören. Die Straße, die von den Beatles in ihrem 1967 erschienen gleichnamigen Hit-Song verewigt wurde, soll nämlich nach dem Kaufmann James Penny benannt worden sein, der sich im 18. Jahrhundert nicht nur entschieden für den Sklavenhandel aussprach, sondern auch aktiv an ihm teilnahm.

Wegen eben diesem vermuteten Hintergrund wurden Straßenschilder der Penny Lane kürzlich mit den Worten „racist“ und „Penny was a slave trader“ beschmiert. Und auch das International Slavery Museum meldete sich nun mit einer offiziellen Stellungnahme zu Wort. Dort wird die Penny Lane nämlich schon lange als Teil einer Liste aufgeführt, die all jene Straßennamen zusammenfasst, die einen Bezug zur Sklaverei haben. Ganz so sicher scheint man sich in diesem speziellen Fall nun aber doch nicht zu sein.


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„Es ist umstritten, ob die Penny Lane tatsächlich nach James Penny benannt wurde“, heißt es in einem offiziellen Statement, das das Museum via Twitter teilte, „die Beweise sind nicht eindeutig“. Deshalb arbeite man derzeit aktiv daran, besagter Frage in Form gründlicher Recherchearbeiten auf den Grund zu  gehen.

Sollte sich der Vorwurf als richtig herausstellen, ziehe man in Erwägung, die Straße umzubenennen, wie Liverpools Metro-Bürgermeister Steve Rotherham dem Nachrichtenmagazin Sky News mitteilte: „Irgendetwas muss passieren und ich würde sagen, dass dieses Schild und diese Straße tatsächlich Gefahr laufen, schon bald umbenannt zu werden.“

Die Einwohner Liverpools sollen über die Verschandelung ihres touristischen Glanzstückes alles andere als begeistert sein und machten sich schon wenig später daran, die Farbe von den betroffenen Straßenschildern zu entfernen. „Blue Badge Tour Guides“-Geschäftsführerin Jackie Spencer erklärte in einem Interview mit BBC News: „Bei diesem Vandalismus handelt es sich um pure Ignoranz. Wir haben in der Sache recherchiert und es hat nichts mit Sklaverei zu tun. James Penny war ein Sklavenhändler, aber er hatte nichts mit der Penny-Lane-Gegend zu tun.“



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