„The Cloverfield Paradox“: Diese Easter-Eggs habt Ihr bestimmt verpasst

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Die Überraschung war geglückt, als Netflix völlig überraschend und ohne große Vorankündigung nicht nur den Trailer zu „The Cloverfield Paradox“ während des Super Bowls in Amerika gezeigt hat. Nach dem Spiel war der ganze Film auch gleich in der Mediathek des Streaming-Anbieters zum Abruf verfügbar.

Wir haben den Film inzwischen natürlich auch schon gesehen und hier findet Ihr unsere Kritik zu „The Cloverfield Paradox“. Beim Anschauen sind uns aber auch jede Menge Easter-Eggs und versteckte Hinweise auf die anderen beiden „Cloverfield“-Teile aufgefallen, die wir hier für Euch zusammengefasst haben.

Achtung: An dieser Stelle folgt die obligatorische Spoiler-Warnung! Solltet Ihr „The Cloverfield Paradox“ noch nicht gesehen haben, lest bitte nicht weiter.

„The Cloverfield Paradox“: Trailer

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Tagruato und Slusho

Slusho ist eine fiktive Marke und hierbei handelt es sich um ein halbgefrorenes Trinkeis. In den J.J-Abrams-Serien „Alias“ und „Fringe“ konnte man das süße Trinkeis bereits sehen, aber erst bei „Cloverfield“ aus dem Jahr 2008 spielte es eine entscheidende Rolle:

In dem Found-Footage-Film sieht man Jason Hawkins (Mike Vogel), wie er ein Shirt mit „Slusho“–Logo trägt. Als Teil der Internet-Schnitzeljagd, dem sogenannten „Alternate Reality Game“, welches Teil der Marketing-Kampagne von „Cloverfield“ war, spielte „Slusho“ aber noch ein weitaus größere Rolle:

Das Trinkeis gehört nämlich zum (natürlich fiktiven) japanischen Konzern Tagruato, der sich primär mit Tiefsee-Ölbohrungen beschäftigt. Im ersten „Cloverfield“ lernen wir, dass Rob Hawkins (Michael Stahl-David) einen neuen Job in Japan hat. Ihr habt richtig geraten: Sein neuer Arbeitgeber ist Tagruato. Aber da hört es noch nicht auf, Tagruato hat auch viele Tochtergesellschaften, darunter „Bold Futura“, eben jene Firma, für die Howard Stambler (John Goodman) aus „10 Cloverfield Lane“ gearbeitet hat.

Und auch in „The Cloverfield Paradox“ kommt Tagruato ins Spiel: Zum einen sieht man eine kleine Wackelkopf-Plastikfigur mit einer Slusho-Flasche, zum anderen steht der Name von Tagruato auch auf einer Metall-Abkleidung an Bord der Raumstation. Der fiktive japanische Konzern scheint also mitverantwortlich für die Weltall-Mission zu sein.

Fiktive Werbung für Slusho:

New Slusho Commercial: Happy Expressions! auf YouTube ansehen

Alte Bekannte

In „The Cloverfield Paradox“ sehen wir immer wieder Ausschnitte eines TV-Interviews mit dem Buchautor Mark Stambler (dargestellt von Donald Logue). Wie Ihr weiter oben schon gelesen hat, hieß der Charakter von John Goodman aus „10 Cloverfield Lane“ ebenfalls Stambler mit Nachnamen. Zwar kennen wir das Verwandtschaftsverhältnis zwischen Mark und Howard nicht, aber zumindest besteht die Möglichkeit, dass es sich um Brüder handelt.

Doch das ist noch nicht alles, auch die TV-Moderatorin ist keine Unbekannte. Hierbei handelt es sich um die gleiche Frau, die auch in „10 Cloverfield Lane“ in der kurzen Szene zu sehen ist, in der Michelle (Mary Elizabeth Winstead) am Bunkereingang steht. Die Frau hatte einen Autounfall und möchte hereingelassen werden. Howard kann sie aber davon abhalten.

Mark Stambler scheint mit Howard aus „10 Cloverfield Lane“ verwandt zu sein
Mark Stambler scheint mit Howard aus „10 Cloverfield Lane“ verwandt zu sein

Stromausfälle und helles Licht

Zu Beginn von „10 Cloverfield Lane“ hört man im Radio von Stromausfällen, die die Stadt plagen. Eben jene Stromausfälle werden auch in „The Cloverfield Paradox“ gezeigt. Aber auch hier hört die Verbindung beider Filme nicht auf: Emmett berichtet in „10 Cloverfield Lane“ von einem hellen roten Licht, das er am Himmel gesehen hat. Später lernen wir in „The Cloverfield Paradox“, dass dieses Licht vermutlich von dem Shepard-Teilchenbeschleuniger an Bord der Raumstation ausgegangen ist.

Absturz

Wer aufmerksam hingesehen hat, der sieht ganz am Ende von „Cloverfield“, wie ein satellitenartiges Objekt ins Wasser fällt. Auf YouTube gibt es ein Fanvideo, das Eure Erinnerung auffrischt:

Cloverfield Satellite Falling HD auf YouTube ansehen

Gerüchten zufolge soll dieser Satellit mitverantwortlich dafür sein, dass das Monster aus „Cloverfield“ aus seinem tiefen Untersee-Schlaf gerissen wurde und New York in Schutt und Asche gelegt hat. Nun wissen wir aber dank „The Cloverfield Paradox“, dass das gar kein Satellit war, sondern ein Teil der abstürzenden Raumstation.

Die Rückkehr des Monsters

Im ersten „Cloverfield“-Film aus dem Jahr 2008 drehte sich alles um das Monster, das New York zerstört hat. Woher es kommt, wurde allerdings nicht erklärt. Das überließ J.J. Abrams den Fans und Mitspielern des „Alternate Reality Games“. Und so wurde bekannt, dass das Monster zuvor im Atlantischen Ozean lebte und von einem U-Boot des japanischen Konzerns Tagruato geweckt wurde, welches Unterwasser-Nachforschungen in der Nähe der Bohrstation „Chuai“ anstellte. Erstmals wurde das Monster vom Marine-Biologen Kazui Ichigawa entdeckt, der für Tagruato arbeitete. Als der Konzern davon erfuhr, ließ er seinen Computer mit allen Dateien stehlen und töte nicht nur ihn, sondern auch seine Familie und ließ es wie einen Unfall aussehen. Mithilfe der Informationen von Ichigawa konnte Tagruato die Position des Monsters ausmachen und als Deckmantel bauten sie die Bohrstation „Chuai“ direkt über dem schlafenden Monster, damit sie unentdeckt Expeditionen unternehmen konnten.

J.J. Abrams gab später in einem Interview noch zu, dass es sich bei dem Monster um ein Baby handelt, es also nicht ausgewachsen ist:

„Er ist ein Baby, er ist brandneu. Er ist verwirrt, orientierungslos und hat Angst. Und er lebte seit mehreren Tausend Jahren im Wasser.“

Clovey, so nennen Fans liebevoll das Monster, ist also ein Baby auf der Suche nach seiner Mutter. Und genau diese Mutter (oder der Vater) wird für einen kurzen Moment ganz am Ende von „The Cloverfield Paradox“ gezeigt, als ein riesiger Kopf durch die Wolkendecke dringt.

Das Monster aus der finalen Szene in „The Cloverfield Paradox“.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind in Gefahr

Mark Stambler warnt in „The Cloverfield Paradox“ vor dem Teilchenbeschleuniger und gibt zu Bedenken, dass dieser 1.000 Mal mächtiger ist als jede andere Energiequelle und ein Loch in das Raum-Zeit-Gefüge reißen kann, welches mehrere Dimensionen kollidieren und die Realität, wie wir sie kennen, zerschmettern kann. Laut Mark Stambler soll das nicht nur Auswirkungen auf unsere Welt haben, sondern auch auf die Gegenwart, die Zukunft und andere Dimensionen.

Und das erklärt dann auch, woher das Monster aus „Cloverfield“ wirklich zu kommen scheint. „The Cloverfield Paradox“ spielt nämlich 20 Jahre nach den Ereignissen aus „Cloverfield“ doch es waren eben jene Experimente mit dem Teilchenbeschleuniger, die die Kreatur ins Jahr 2008 katapultiert haben. Und damit dürfte auch klar sein, wie es sein kann, dass der bereits angekündigte vierte „Cloverfield“-Teil, der den Arbeitstitel „Overlord“ trägt, im Zweiten Weltkriegt spielt…

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