Tom Petty redet in Biografie erstmals über seine Heroinsucht

Warren Zanes, Musiker und Vizepräsident der „Rock and Roll Hall of Fame“, hat ein Buch über Tom Petty geschrieben. In „Petty: The Biography“ beleuchtet der Frontmann der Heartbreakers erstmals seine Beziehung zu Drogen und redet öffentlich über seine Heroinsucht in den Neunzigern. Obwohl das Buch als ‚unautorisierte Biografie‘ verkauft wird, steht Petty selbst voll hinter der Veröffentlichung und stand dem Autor für detaillierte und exklusive Interviews zur Verfügung. „Er hielt das ganze Autorisierungs-Zeug für Quatsch“, sagte Zanes in einem Interview mit der „Washington Post“. „Er sagte: ‚Ich möchte, dass es dein eigenes Werk wird. Und ich kann dir nicht sagen, was du schreiben sollst‘.“

Warum Petty erst jetzt über seinen Drogenmissbrauch redet, erklärt sich der Musiker selbst durch seine Vorbildfunktion. „Wenn irgendjemand denkt, dass Heroin eine Option ist, weil sie meine Geschichte mit Heroin kennen, dann kann ich das nicht machen“, hatte er im Vorfeld erklärt. Schließlich überzeugte Zanes seinen Interviewpartner, indem er ihm erklärte, dass Petty wohl eher als abschreckendes Beispiel bezüglich Drogen diene.

Während Petty mit seiner Band The Heartbreakers bereits seit 1976 Musik machte, begann seine Abhängigkeit von Heroin erst recht spät in den Neunzigern, unmittelbar nach der Veröffentlichung des Hits „Into The Great Wide Open“. Zanes erklärt den späten Beginn mit den klassischen Folgen der Midlife-Crisis. „Als er sich scheiden ließ und alleine in ein Haus zog, hatte er genug Zeit, um sich mit den Schmerzen seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen“, wobei er die Droge als Ablenkung benutzte.

Das Buch erscheint in englischer Originalsprache am 10. November; ob eine deutsche Übersetzung erscheint, ist derzeit noch nicht bekannt.


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