Xavier Naidoo: „SPD und Die Linke sind die neuen Faschisten“

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Xavier Naidoo scheint immer noch nicht genug von negativen Schlagzeilen zu haben. So erklärte der Sänger jetzt in einem rund einminütigen Video, dass er sowohl die SPD als auch Die Linke für Vertreter des Faschismus‘ halte.

„Ich hab noch eine kleine Idee gehabt für die Zukunft. Vielleicht sollten wir in Zukunft unsere Nazis lieber Nasos nennen. Es waren ja Nationalsozialisten. Und auch heutzutage haben wir es mit Sozialisten zu tun, mit Kommunisten zu tun. Und aus dieser Ideologie erwächst der Faschismus“, beginnt Naidoo seinen aktuellsten Polemik-Diskurs.

Vertreter dieses „neuen Faschismus’“ seien demnach die SPD und Die Linke. Diese seien der Auffassung, dass es „nur eine legitime Meinung“ gebe. Damit zitiert Naidoo den YouTuber Rezo, der zuletzt Mitte 2019 CDU und Co. mithilfe eines polarisierenden Videos heftig kritisierte und darin behauptete: „Es gibt nur eine legitime Einstellung“. Dass sich Rezo damit auf den Klimawandel und die diesem zugrunde liegenden wissenschaftlichen Fakten bezog, erwähnt Naidoo in seinem neuesten Rant jedoch nicht.

Zuletzt sorgte der Sänger erneut vermehrt mit polemischen Aussagen für Schlagzeilen. So beispielsweise mit einem Video, in dem er mustmaßlich gegen Flüchtlinge und politische Korrektheit hetzte. In dem Handyclip sieht es so aus, als würde er unter anderem von Gästen singen, die dem Gastgeber das Leben stehlen und eine Gefahr wie Raubtiere darstellen: „Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden, sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden“. Deutschland, so eine naheliegende Deutung, „verrecke“ an der politischen Korrektheit, es fehle an einem „Mann, der dieses Land noch retten kann“. Mehr noch: Angeblich geschehe jeden Tag ein Mord von „Gästen“ gegen „meine Leute“.

Auch nach seinem DSDS-Rauswurf, der den neuesten Anschuldigen folgte, suchte Naidoo weiter die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. So tauchten nur wenig später einige neue Video auf, in denen der Musiker den Klimawandel „erklärte“ und warum er nicht an ihn glaube. Die Clips stammen aus einem längeren Interview, das Naidoo dem als Verschwörungstheoretiker geltenden und auf den Philippinen lebenden deutschen Journalisten und Autor Oliver Janich während seiner Corona-Auszeit gegeben hat.

Über sein Aus als „Deutschland sucht den Superstar“-Juror behauptete er hingegen im Nachhinein, er habe sich „die Reichweite von RTL zunutze gemacht.“  Weiterhin sagte Naidoo: „Außerdem wusste ich, dass ich mit dem Album, das ich jetzt hier habe, auch ein Album habe – würde ich mal sagen – wo ich danach vielleicht nicht mehr die Chance bekomme, in so einer Show mitzumachen und deswegen habe ich die Chance wahrgenommen.“


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