Xavier Naidoo: Hat die Veranstaltungsbranche Interesse an seinem Comeback?

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Welche Intention steckt hinter Xavier Naidoos plötzlichem Entschuldigungsvideo? Während einige vermuten, dass der Sinneswandel echt ist, steigt in anderen der Verdacht auf, dass es sich dabei um den Wunsch nach einem Comeback handelt. Ein Insider soll laut ZDF nun bestätigt haben, dass die Musikbranche Naidoo „nie ganz abgeschrieben“ habe, verwiesen wird dabei auf Live-Nation-Geschäftsführer Marek Lieberberg.

Xavier Naidoo will sich von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie distanzieren

Der 50-Jährige hatte sich in seiner Entschuldigung dazu bekannt, „auf der Suche nach Wahrheit“ auf „Irrwege“ abgekommen zu sein. Er hätte aber nun erkannt, dass er dabei „verstörende Aussagen“ getätigt hätte und würde sich „ohne Wenn und Aber“ von all den rassistischen, antisemitischen und homophoben Ansichten verabschieden. Er stünde für „Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander“.

Auf Anfrage von RTL hatte sein Management erklärt, die Kehrtwende sei unter anderem durch den Krieg in der Ukraine angestoßen worden. Da seine Frau Julia und damit ein Teil der Familie des Soul-Musikers aus der Ukraine käme, hätten ihn die Umstände zur Reflexion bewegt.

Marek Lieberberg soll Interesse an Naidoos Comeback haben

Nun soll ein Insider erklärt haben, Marek Lieberberg, Chef des größten deutschen Konzertveranstalters Live Nation, hätte weiterhin Interesse daran, eine Xavier-Naidoo-Tour zu organisieren. Daher hoffe er auf die „Rückkehr“ des Skandal-Musikers: Lieberberg habe „noch kürzlich zu Naidoos Management gesagt ’never say never’“, so die Quelle des ZDF.

Die Tournee von Xavier Naidoo war mehrfach verschoben worden und wurde zuletzt vollständig abgesagt. Schuld sei die Corona-Pandemie. Die Termine sollen aber nachgeholt werden, so sein Management. Lieberberg nannte „Unwägbarkeiten beim Neustart der modernen Kultur sowie nicht geklärte Grundlagen für Open-Air-Events“ als Grund für die Absage.

Konzertveranstalter nimmt Naidoo in Schutz

Laut Insider soll der Konzertveranstalter „die Tür nie ganz zu gemacht“ haben. Ein Statement seinerseits, ob eine Tour aktuell geplant ist, liegt derzeit allerdings nicht vor. Zuvor soll Lieberberg den Sänger aber in Schutz genommen haben. Er hätte seit den 90ern mit Naidoo zusammengearbeitet und seinen Aufstieg zum bekannten Musiker miterlebt. Nie seien dabei radikale Äußerungen gefallen.

Xavier Naidoo sei „für die Unterhaltungsbranche eine wichtige Einnahmequelle“, stellt das ZDF fest und berichtet, die Branche hätte stets zu dem Sänger gehalten, selbst nach rechten Äußerungen, einem Auftritt vor den „Reichsbürgern“ und einer Absage des Eurovision Song Contests.

Für eine neue 31-minütige Doku namens „Xavier Naidoo – Comeback eines Verschwörungs-Stars?“ haben die Journalist*innen Salwa Houmsi, Milan Panek und Nicolas Wildschutz den Fall Naidoo beleuchtet. Der Film kann in der Mediathek des ZDF abgerufen werden.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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