Yungblud sagt Auftritt ab: Nach Industry-Plant-Vorwürfen
Yungblud brach auf dem Bludfest in Tränen aus – jetzt sagt er sein Konzert ab und kämpft öffentlich gegen Industry-Plant-Vorwürfe von Machine Gun Kelly.
Während die Blud Army Yungblud als Nachfolger des Prince of Darkness Ozzy Osbourne höchstpersönlich feiert, sah sich der britische Musiker zuletzt vermehrt dem Vorwurf ausgesetzt, er sei eine „Industry Plant“. Gemeint ist hiermit nicht weniger als das bewusste In-Szene-Setzen der Persona Yungblud durch Major-Labels und das Absprechen der eigenen kreativen Energie. Dass solche Vorwürfe von, unter anderem, Ex-Partnern wie Machine Gun Kelly nicht ohne jeglichen mentalen Stress an ihm abprallten, zeigte sich nicht nur zuletzt auf seinem Bludfest, sondern auch in einem Instagram-Post des Rockers.
Pause
Es scheint die logische Konsequenz eines labilen mentalen Zustandes zu sein. Yungblud tritt von seinem Auftritt am Cowboys Music Festival zurück und wird somit nicht am 12. Juli in Kanada performen. Eine Entscheidung, welche laut Statement sein Management getroffen haben soll. Dass diese Auszeit jetzt stattfindet, ist retrospektiv betrachtet nicht unerwartet.
Denn erst bei seinem Bludfest in 2026 brach er in Tränen auf der Bühne zusammen und erzählte davon, wie losgelöst er sich in letzter Zeit von allem fühle. Laut eigener Aussage befindet sich der Rockstar derzeit zu Hause in Großbritannien, arbeite an sich und nehme die Situation „extrem ernst“, um sie langfristig in den Griff zu bekommen. Das erscheint angesichts eigener mentaler Probleme fast schon absurd, eine solche Situation zwischen Tourterminen in den „Griff“ zu bekommen. Denn es sind nicht irgendwelche Internetgestalten, welche ihn als „Industry Plant“ betiteln. Es ist sein einstiger musikalischer Partner.
„I think I’m okay“
Ex-Partner Machine Gun Kelly schoss auf seinem Fred-Durst-Track „Fix Ur Face“ ganz schön gezielt mit der Line „Mickey Mouse kids turned rockstars“. Es ist eine Anspielung auf die Rolle von Dominic Harrison aka Yungblud in der Disney-Channel-Serie The Lodge (2016/17). Und falls diese Anspielung zu harmlos schien, legte er in einem Instagram-Kommentar nach: Yungblud habe eine Tour wegen schlechter Ticketverkäufe abgesagt und das auf mentale Gesundheit geschoben.
Puh, das sind nicht nur heftige Vorwürfe, sondern auch ganz schön mutige, bedenkt man, dass Machine Gun Kelly nicht Yungbluds Therapeut ist. Zudem könnte man auch die Frage stellen, warum Machine Gun Kelly überhaupt mit dem jungen Yungblud auf „acting like that“ und „I think I’m okay“ kollaboriert hat, wenn es sich um eine Industry Plant handelt. Naja, passend dazu handelt letzterer Song eben davon, dass es einem mental eben nicht so gut geht. Aber dann war das anscheinend Emo-Gehabe von beiden Seiten?
Belastung
Die mentale Gesundheit von Artists bleibt ein ernstzunehmendes Problem in der Musikindustrie, welche durch den Platte-Promo-Tourzyklus eng getaktet ist. Auch in Deutschland konnten Fans live erfahren, was passiert, wenn sich Künstler übernehmen, denn Haftbefehl ist jetzt womöglich erstmal länger aus dem Game. Und auch wenn es sich nach einem massiven Einschnitt anhört, soll Yungblud seine Tour am 28. Juli in Indianapolis fortsetzen können.







