Arcade Fire spielen neuen Song bei Stephen Colberts Wahlnacht-Show

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Arcade Fire melden sich zurück: Die kanadische Indie-Rockband feierte am Dienstag, den 3. November 2020 ein kleines Comeback mit der Premiere ihres neuen Songs „Generation A“ bei der US-Wahlnacht-Show von Late-Night-Moderator und Komiker Stephen Colbert. Die Aufnahme zeigt die Gruppe in einem holzvertäfelten Proberaum, der mit bunten Disco-Lichtern angestrahlt wird. Während offizielles Filmmaterial anfangs noch nicht online verfügbar ist, haben einige Fans damit begonnen, selbst aufgenommene Videos von der Song-Premiere auf Twitter hochzuladen. Schaut Euch die ersten Ausschnitte des neuen Tracks hier an:

In der Zwischenzeit gibt es auf YouTube auch eine vom Sender Showtime gepostete offizielle Aufnahme des Auftritts zu sehen und hören. Es zeigt sich: „Generation A“ klingt wie eine Mischung aus The Whos „Baba O’Riley“ und dem Arcade-Fire-Sound zu Zeiten von „The Suburbs“:

https://www.youtube.com/watch?v=KvqNWYggnVA

Die Band rund um Frontmann Win Butler, seine Ehefrau Régine Chassagne und Bruder Will Butler hat den Zeitpunkt ihrer Song-Premiere absichtlich gewählt: Bereits am Vormittag des 3. November 2020 veröffentlichten Arcade Fire in Zusammenarbeit mit der Initiative #JoyToThePolls eine spezielle Playlist zum Wahltag. Die Liste enthielt beispielsweise Titel wie Harry Nilssons „I’d Rather Be Dead“ und den Song „Tonight The Streets Are Ours“ von Richard Hawley. Und es ist nicht das erste Mal, dass sich Arcade Fire für den US-Wahlkampf einsetzen: Bereits am 29. Oktober 2020 trat die Gruppe im Rahmen der von Bon Iver organisierten Initiative „A Campaign to Make Your Vote Count“ auf, bei der sie den Song „Culture War“ aus ihrem Hit-Album THE SUBURBS (2010) neu interpretierten. In dem Video wandte sich Sänger Win Butler unter anderem an die Zuschauer*innen und sagte: „Geht da raus und wählt, es war noch nie so wichtig wie jetzt.“

Arcade Fire ‚Culture War‘ x For Wisconsin auf YouTube ansehen

Ende Oktober enthüllte Butler im „Broken Record“-Podcast von Rick Rubin zudem, dass er den Corona-Lockdown dafür genutzt hätte, neue Songs zu schreiben. Und jetzt sieht es sogar danach aus, als hätte die Band bereits genug Material für mehr als nur einen „EVERYTHING NOW“-Nachfolger gefunden. „Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich mehr geschrieben habe“, erzählte der Sänger. „Es fühlte sich an, als wäre ich wieder 18 Jahre alt und säße fünf Tage hintereinander am Klavier und arbeite an einer Melodie für eine Strophe“. Das Ergebnis ist natürlich ein Grund zur Freude: Statt an einem Album zu arbeiten habe die Band „einfach zwei oder drei neue geschrieben.“ Die Zeit der Wahl wolle die Band nun nutzen, um in Butlers Heimat Texas ins Studio zu gehen und die erste Platte aufzunehmen.


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