„Borat 2“: Tutar-Nanny glaubte an echte Doku & fühlt sich „betrogen“

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Borat Anschluss Moviefilm“ läuft seit dem 23. Oktober bei Amazon Prime Video und sorgt für jede Menge Gesprächsstoff. Bei Jeanise Jones, die darin als Babysitterin der vermeintlich 15-jährigen Tutar zu sehen ist, sorgte das Werk vor allem aber für einen großen Schock. Denn sie wusste überhaupt nicht, dass es sich um eine Mockumentary handelt und nicht um eine richtige Dokumentation.

Gegenüber „The New York Post“ offenbarte sie, erst durch den Trailer erfahren zu haben, dass sie nun Teil einer Satire ist und nicht an einem realen Fall um Tutar mitwirkte, einem Teenager „aus der Dritten Welt und solche Dinge passieren dort, wo sie Frauen verkaufen.“ Die 62-Jährige freute sich also nicht etwa über ihre neue Berühmtheit, sondern fühlte sich „irgendwie betrogen“.

Schließlich wurde sie vom „Borat“-Team in ihrer Kirche angesprochen, weil die Crew eine „freche“ ältere, Schwarze Frau suchte, die auf eine 15-Jährige aufpasst. Für Jones blieb die wahre Identität sowie das Alter von der als Tutar auftretenden 24-jährigen Schauspielerin Maria Bakalova bis zum Schluss verborgen.

Sie bekam um die 3600 US-Dollar für den Dreh, der teils in Oklahoma und teils in Washington stattfand. Jeanise Jones, die sogar ihren Job als Wirtschaftsprüferin für den Zeitraum aufgab, dachte die ganze Zeit, sie müsste Tutar aufklären und von den durch ihren Vater geplanten Schönheitsoperationen abhalten: „Sie sagten mir, es sei ein Dokumentarfilm für diese junge Frau, damit sie versteht, dass sie Rechte hat und alles tun kann, was ein Mann kann.“

Zusammen mit ihrer Kirche betete sie auch nach Drehschluss noch für Borats Tochter, deren Schicksal sie so sehr schmerzte: „Wir waren besorgt. Wir […] haben Gott gebeten, ihr zu helfen, und wir haben getan, was wir für christlich hielten.“ Erst als jemand aus der Verwandtschaft ihr den Trailer zu „Borat Anschluss Moviefilm“ zeigte, ging ihr ein Licht auf: „Ich war irgendwie schockiert, dass es diese Art von Film war.“

Inzwischen hat sogar der Pastor von Jones’ Kirche eine GoFundMe-Seite für sie eingerichtet, damit Menschen aus aller Welt für sie Geld spenden, nachdem Jeanise Jones seiner Meinung nach nicht genug Honorar für ihre Rolle in der Mockumentary erhalten hat.


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