Bushido trägt jetzt Regenbogenfarben und seine Fans wundern sich

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Seit Bushido sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hat, meldet er sich täglich via Instagram, um seinen Fans kleine Updates zu seinen Symptomen zu geben. In seinen Vlogs feuert der Rapper unter anderem weiter gegen Verschwörungstheoretiker, die ihm seine Krankheit nicht abnehmen wollen. Der nächste Aufreger: Bushido trägt ein T-Shirt mit Regenbogenflagge und seine Follower kritisieren ihn dafür.

Das T-Shirt mit der Regenbogenfahne, die bekanntlich das Symbol der LGBTQ-Bewegung ist, hatte der Rapper wohl in einem vorangegangenen Video getragen, worauf er in den Kommentarspalten einigen Hohn erntete. Seine Antwort darauf: „Wie viele Menschen sich darüber aufregen, dass ich hier dieses T-Shirt anhabe und so. Wo ich mir denke: ‚Leute, was ist eigentlich in eurem Leben falsch gelaufen, Alter?‘ Was ist wirklich falsch gelaufen?‘“ Für Bushido scheint es unvorstellbar, wie Leute im Jahr 2020 andere Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung noch diskriminieren könnten. Hier kannst Du das ganze Statement hören.

Weiter im gesprochenen Text heißt es: „Natürlich war die Musik in Teilen sehr speziell und vor allem auch die Texte, aber das hat für mich als Person (…) gar nichts gesagt. Aber wenn ich heute, im Jahr 2020 (…) unter die Kommentare schaue, wie viele Leute sich da aufregen und so, finde ich das krass! Da möchte ich mich auch ganz ausdrücklich distanzieren. Und wenn das sozusagen die Definition von Rap heute ist, dann bin ich auch raus.“

So weit, so vorbildlich. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Reaktion einer Hörerschaft, die 2019 noch Zeilen wie „West-Berlin-Crew, das Ghetto im Blut/ Neunundneunzig Prozent aller Rapper sind schwul“ (Track: „Unterste Schublade“) von Bushido zu hören bekam, tatsächlich so überraschend ist. Der Rapper zumindest scheint aus allen Wolken zu fallen.


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