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🔥„Dark“: So endet die Serie nach Staffel 3 | Das ist das Schicksal ihrer Figuren

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„Community“: Alles, was Ihr jetzt zur College-Serie wissen solltet

Jeff folgt zunächst dem Bild des netten Typen, der gut und gerne Mist baut, dem man diesen Mist aber aufgrund seiner treudoofen Art, in die Kamera zu blinzeln, gern verzeiht. Wir erinnern uns an den Pantoffelhelden Ted Mosby in „How I Met Your Mother“, der mit seiner Übergriffigkeit bei der Damenwelt über so manche Stränge schlug. Teds Handeln blieb aber stets ungestraft. Er guckte wie ein Netter und so ließ man ihn in Ruhe oder manchmal auch in Ruhe im Selbstmitleid suhlen. Jeff wiederum schlägt in „Community“ einen klügeren Weg ein: vom Schaumschläger wird er zum sorgsamen Community-Mitglied.

Dass diese Entwicklung organisch verläuft, liegt an Jeffs Lerngruppe. Hier hat jeder einen anderen Hintergrund, alle wagen einen Neuanfang am Community College. Die schöne Britta ist eben nicht einfach nur blond und schön, so steht sie doch auch für den anarchistischen Part der Community. Hinzu gesellt sich Abed (Danny Pudi), ein polnisch-palästinischer Film-Nerd, der alle Referenzen der Popkultur vom Roadrunner bis Batman im Schlaf herunterbetet. Dann gibt es da noch seinen Buddy Troy (Donald Glover), den Ex-Quarterback, der seine Jugend als Zeuge Jehovas fristete. Ergänzt von der tief religiösen Mutter Shirley (Yvette Nicole Brown), Annie (Alison Brie), einer jüdischen Streberin und Pierce, dem Ältesten der Community, dessen Witze so flach sind – sie kriechen fast unter den Parkettböden.

„Community“ ist mehr als nur eine Alternative zu Ted Mosbys rehbraunen Augen. Serienschöpfer Dan Harmon zeigt uns hier plastische Charaktere, keine Pappfiguren, ausgestattet mit nicht mehr als ein paar mittelguten Onelinern. Die Gags in „Community“ bleiben über sechs Staffeln – mit pro Folge etwa 25 Minuten – an ihren Charakteren haften. Gebrochen wird das durch die Handkamera-Bilder. Der Charme von „Brooklyn 99“ und die Giftigkeit von „The Office“ und „Stromberg“ flackern hier hin und wieder auf. Tonnenschwere Probleme, wie Rassismus und Geschlechter-Diskriminierung, werden leicht, aber eben nicht leicht verdaulich, für jeden verständlich verpackt, so lange, bis dann wieder einer der Charaktere ungefragt mit dem Vorschlaghammer – oder wie in der Folge „Für ein paar Paintballs mehr“ in Staffel 2, mit der Farbpistole – um die Ecke biegt. Hinzu kommen die Lacher am Schluss jeder Folge. Hier in den Hauptrollen meist die beiden Nerds Abed und Troy, die nochmal Bezug auf das Vorherige nehmen.

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