„Faces of Death“ kehrt zurück – mit Barbie Ferreira und Charli XCX
„Faces of Death“ kehrt zurück als Film über Deepfakes und Content-Moderation. Mit Barbie Ferreira und Charli XCX.
Fast fünf Jahrzehnte nach dem berüchtigten Skandalfilm von 1978 steht „Faces Of Death“ vor einer Neugeburt. Der erster Trailer gibt nun einen Eindruck davon, wie das einstige Tabu-Konzept ins Zeitalter permanenter Online-Bilderströme übertragen wird. Der US-Kinostart ist für April 2026 angekündigt. Ein deutscher Kinotermin steht bislang ebenso wenig fest wie ein konkretes Streaming-Datum.
Vom Exploitation-Mythos zur digitalen Paranoia
Das Original galt lange als einer der umstrittensten Horrorfilme. Als angebliche Dokumentation vermarktet, montierte der Film inszenierte und reale Aufnahmen zu einem verstörenden Mosaik des Todes. Entscheidend für seinen Kultstatus war die dauerhafte Verunsicherung des Publikums: Was ist echt – und was Inszenierung?
Die Neuinterpretation greift diesen Kern auf und verlegt ihn ins Zeitalter von Social Media, Deepfakes und digitaler Inhaltskontrolle. Dabei wandert die Frage nach Echtheit vom Videothekenregal in die Kontrollzentren globaler Plattformen – dorthin, wo täglich entschieden wird, welche Bilder verschwinden und welche viral gehen. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben und soll starke blutige Gewalt, sexuelle Inhalte, Nacktheit und Drogenkonsum enthalten.
Die Handlung
Im Mittelpunkt steht eine Content-Moderatorin, gespielt von Barbie Ferreira („Euphoria“). Ihr Job: Gewaltvideos sichten, einordnen und löschen. Als sie auf eine Reihe extrem verstörender Clips stößt, die an Szenen des Originals erinnern, gerät ihr Weltbild ins Wanken. Die Videos wirken zugleich inszeniert und erschreckend real. Handelt es sich um eine makabre Performance – oder um dokumentierte Verbrechen?
Erste Eindrücke aus dem Trailer
Aus diesem Szenario entwickelt sich ein paranoider Horrorfilm, der gezielt auf das Unbehagen dauerhafter medialer Überwachung setzt. Der Trailer zeigt eine kühle, digital geprägte Bildsprache: flackernde Interfaces, abrupt abbrechende Clips. Nervöse Schnitte zwischen Bildschirmrealität und physischer Welt deuten zudem an, dass das Remake den Exploitation-Charakter des Originals bewusst kommentiert.
Statt auf bloße Schaulust zu setzen, scheint es dem Film vielmehr um eine Reflexion unserer Gegenwart zu gehen: Wer kontrolliert die Bilder? Wer entscheidet, was sichtbar bleibt? Und was bedeutet „Realität“, wenn jedes Video manipuliert sein kann? So präsentiert sich „Faces of Death“ als potentiell selbstreflexiver Kommentar zur Ästhetik und Ethik digitaler Gewaltbilder.
Cast und Kreativteam
Regie führt Daniel Goldhaber, der gemeinsam mit Isa Mazzei auch das Drehbuch verfasste. Goldhaber steht für politisch aufgeladene Genrestoffe mit gesellschaftlichem Hintergrund und richtet seinen Blick nach „Cam“ (2018) erneut auf Machtstrukturen im digitalen Raum.
Barbie Ferreira übernimmt die Hauptrolle und führt als emotionale Ankerfigur durch die zunehmend eskalierende Handlung. An ihrer Seite stehen Dacre Montgomery, bekannt aus „Stranger Things“, sowie Charli XCX, die hier ihre Präsenz im Film weiter ausbaut. Ergänzt wird das Ensemble durch Josie Totah, Aaron Holliday und Jermaine Fowler. Die Kombination aus Streaming-Bekanntheit, Indie-Credibility und Popstar-Appeal spricht dabei gezielt ein junges, medienaffines Publikum an.
Vertrieben wird der Film unter anderem in Kooperation mit dem auf Horror spezialisierten Streamingdienst „Shudder“, was die Genre-Ausrichtung zusätzlich unterstreicht.







