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Kanye West fordert Plattenvertragsauflösung – sonst keine neue Musik mehr

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Eigentlich hatte Kanye West mal für den 24. Juli einen Nachfolger zu seinem 2019er JESUS IS KING angekündigt. Die Platte sollte den Titel DONDA tragen, das Albumartwork hatte er auch schon in den Socials geteilt. Was aus der Veröffentlichung geworden ist, bleibt bis jetzt unklar. Es kam einfach nichts. Aber eines ist nun deutlicher denn je: West hat keine Lust darauf, Alben herauszubringen, nur um seinen Deals mit Sony und Universal nachzukommen.

Via Twitter teilte West mit: „Ich mache keine Musik mehr, bis ich mit meinem Vertrag mit Sony und Universal fertig bin.“ Um seinen Standpunkt zu untermauern, schrieb er zudem: „Die Musikindustrie und die NBA sind die Sklavenschiffe der modernen Zeit … Ich bin der neue Moses.“

West, der sich zuletzt durch seinen chaotischen Wahlkampf für das Amt als Präsident der USA hervortat, will verhindern, dass irgendwer noch durch das Musikbusiness versklavt wird. Dafür würde er „kämpfen“ und auch sein „Leben aufs Spiel setzen“.

Schon Anfang 2019 befand sich West im Streit mit Sony und Universal um Rechteverletzungen und unbezahlte Lizenzgebühren.

In den vergangenen Jahren war West immer mehr durch Skandale und obskure Auftritte in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten. Ob durch seine Verbundenheit gegenüber US-Präsident Donald Trump oder fragwürdige Aussagen über Sklaverei: Kanye schaffte es immer wieder, sowohl bei Fans als auch bei Kritiker*innen für kontroverse Diskussionen zu sorgen. Sein aktuelles Album, JESUS IS KING, erschien am 25. Oktober 2019.


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