Kollegah bietet sich als Politikberater „für das Wohl der Bevölkerung“ an


Kollegah bietet sich als Ansprechpartner und Berater für alle Politiker an, die „sinnvolle und langfristige Lösungen“ hören wollen.

Kollegah möchte unter die Politikberater gehen. Felix Blume, wie der Rapper mit bürgerlichem Namen heißt, forderte am Montag in einem Instagram-Post „alle Politiker, die noch einen Funken Ehre, Werte und Idealismus haben“, dazu auf, „sich sofort parteiübergreifend gemeinsam FÜR DAS WOHL DER BEVÖLKERUNG einzusetzen.“ Doch der umstrittene Rapper äußerte nicht nur Kritik, sondern bot auch gleich eine Lösung an. Nämlich sich selbst als „Ansprechpartner und Berater für sinnvolle und langfristige Lösungen der Probleme in diesem Land“.

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Kollegah definierte diese Aussagen allerdings nicht genauer und daher ist es fraglich, wie seine politischen Vorstellungen und Ziele aussehen könnten. Es gibt jedoch einige Anzeichen für den politischen Kurs des Rappers.

Wie Kollegah bisher politisch aufgefallen ist

Zuletzt gab es Proteste vor seinem Auftritt am 10. September beim „Hiphop bewegt“-Festival in München. Einige seiner Texte sollen von antisemitischer Natur sein. Die Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, forderte daher eine Ausladung des Rappers von dem Festival. Kollegah durfte zusammen mit Farid Bang auftreten, da die Einladung der beiden laut Veranstalter von einer „sehr breit gefächerten und multikulturellen Community, die sehr viele Nationalitäten, Herkunftsländer und Glaubensrichtungen integriert“ gewünscht wurde.

Bereits davor gab es Antisemitismus-Vorwürfe gegenüber dem Rapper. Ein Auftritt von ihm, der 2019 im Rahmen seiner MONUMENT-Tour ebenfalls in München stattfinden sollte, wurde erst in eine andere Location verschoben und dann abgesagt. Damals war Charlotte Knobloch ebenfalls für die Absage verantwortlich.

Der wohl größte Eklat entstand jedoch bei der „Echo“-Verleihung 2018. Bereits vor Beginn erklärte das Internationale Auschwitz Komitee, die Teilnahme des Rapper-Duos Kollegah und Farid Bang an der Preisverleihung sei „für alle Überlebenden des Holocaust ein Schlag ins Gesicht und ein für Deutschland beschämender Vorgang“. Auch danach gab es Protest aus der Öffentlichkeit. Letztendlich gaben die beiden Rapper ihre Preise zurück und der „Echo“ als solcher wurde abgeschafft.

Doch der Rapper zeigte sich politisch nicht nur von dieser Seite. Das Thema Nachhaltigkeit spielt für ihn offenbar auch eine Rolle. Im April 2022 startete Kollegah mit der Organisation „planted“ eine Aktion, um Bäume zu pflanzen. Im Rahmen dieser Kampagne wurden 1000 Bäume gepflanzt.

Auch für sein „Alpha Mentoring“ erntete Felix Blume eindeutige Kritik.