Nach Tod von Königin Elizabeth II.: Arcade Fire spielten Konzert in London

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Die Königin des Vereinigten Königreichs ist am 8. September 2022 mit 96 Jahren verstorben – ganz England ist in tiefer Trauer. Trotzdem entschlossen sich Arcade Fire dazu, ihr Konzert an dem Abend wie geplant umzusetzen.

Die königliche Familie teilte den Tod am 8. September um 18:30 Uhr mit der Welt: „Die Königin ist heute Nachmittag friedlich in Balmoral verstorben. Der König und die Queen Consort werden heute Abend in Balmoral bleiben und morgen nach London zurückkehren“, erklärten sie.

Daraufhin veröffentlichte The O2 einen Post auf Twitter, der zum einen der Königin Tribut zollt und zum anderen die geplante Show bestätigt. Sie schrieben: „The O2 ist unglaublich traurig über das Ableben Ihrer Majestät der Königin und möchte der königlichen Familie sein aufrichtiges Beileid in dieser Zeit der nationalen Trauer aussprechen. Die heutige Veranstaltung in der Arena wird wie geplant stattfinden und The O2 bleibt geöffnet“.

Die Fans reagierten mit Erleichterung und Entsetzen

Die Tour von Arcade Fire startete bereits am 30. August in Dublin. Es folgten Termine in Birmingham, Manchester und Glasgow – begleitet wurden sie bis vor Kurzem noch von Feist, die die Gruppe allerdings aufgrund von sexuellen Missbrauchsvorwürfen gegen Win Butler verließ. Am Samstag (27. August) veröffentlichte „Pitchfork“ einen Bericht, in dem vier ehemalige Fans Butler des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigten. Auch Arcade Fires Fans sind von Butlers Handlungen teilweise alles andere als begeistert. Sie forderten die Band auf, ihre komplette Tournee abzusagen oder zumindest denjenigen, die nicht mehr auf den Konzerten erscheinen wollen, eine Rückerstattung der Eintrittskarten anzubieten.

Überraschenderweise sind die Reaktionen bezüglich der doch noch stattgefundenen Show in London – zumindest in den Kommentaren unter dem Tweet von The O2 – hauptsächlich positiv. Eine Nutzerin kommentierte zum Beispiel: „Eine alte Dame ist gestorben. Das hat keinerlei Auswirkungen auf The O2. Wenn ich zu einer Veranstaltung gereist wäre und sie abgesagt worden wäre, weil jemand gestorben ist, wäre ich wütend gewesen“. Natürlich teilen nicht alle diese Meinung – viele finden die Aktion von Arcade Fire respektlos.

 


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