Prinz Pi: „Es gibt sehr wenige Rapper, die über ihr Gefühlsleben und ihren Gemütszustand reden“

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Der Verein Freunde fürs Leben hat es sich seit 2001 zum Ziel gemacht Jugendliche und junge Erwachsene über psychische Leiden aufzuklären. Dafür entwickelten sie das „Bar-Talk“-Podcast-Format, für das sie bekannte Persönlichkeiten einladen, um mit ihnen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Diesmal zu Gast: Deutschrapper Prinz Pi.

Prinz Pi spricht über seine Depressionen 

Nach wie vor ist der Bedarf groß, was Aufklärung und Aufgeschlossenheit bezüglich seelischer Probleme angeht – dazu gehört auch, über Warnsignale zu sprechen und Adressen zu verbreiten, wo es Hilfe gibt. Vor allem in Genres wie Rap und HipHop wird das Thema aber kaum besprochen. Das möchte Prinz Pi ändern und sprach deshalb mit Moderator Markus Kavka im „Bar-Talk“-Podcast über seine Depressionen. Der 41-Jährige erklärte dort, sich auch in Therapie begeben zu haben. Hilfe in der schweren Zeit waren für den gebürtigen Berliner sowohl die Musik als auch seine Kinder.

Musik hat total das Potenzial dir zu helfen. Musik ist halt so ein Allheilmittel für alles.

Außerdem beschrieb der Rapper beim Gespräch, dass sich seine Musik oftmals um Ängste dreht, die jeder kenne und mit denen sich die meisten identifizieren können. Prinz Pi bietet im Deutschrap eine Alternative zu dem Perfektionismus-Drang, der sich meist textlich im Rap wiederfinden lässt.

Im „Bar-Talk“ soll neben psychischen Erkrankungen auch über allgemeine Hindernisse des Lebens gesprochen werden. Ebenfalls zu Gast waren die Deutschrapper Megaloh, Sero und Samy Deluxe. Weitere Infos und Anlaufstellen für Hilfesuchende gibt es unter www.frnd.de


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