Beabadoobee Beatopia


Dirty Hit (VÖ: 15.7.)

von

Bei Bea Kristi alias Beabadoobee ist einiges passiert seit ihrem Hit „Coffee“ und dem Album FAKE IT FLOWERS: Die inzwischen 21-jährige Londonerin spielte weltweit auf Festivals, wurde für die BRIT Awards nominiert und gilt als Stimme der Gen-Z. Wie im Grunde alle Musiker*innen zwang Covid auch Beabadoobee zum Zuhausebleiben – und führte offensichtlich zu großen Kreativitätsschüben.

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Die Liebe zu melodiösem Indie-Rock und -Pop der 90er-Jahre ist geblieben, bildet auf BEATOPIA nun aber eher eine Kulisse für Experimente, anstatt die sweeten, gleichwohl recht vorhersehbaren Harmoniefolgen früherer Aufnahmen zu wiederholen. „Sunny Day“ beispielsweise ist eine so elegante wie feinfühlige Popballade, die auch von den Sugababes stammen könnte, während das lässige „Broken CD“ an retromanischen Britpop im Geiste der Sundays erinnert.

In zarter instrumentierten Stücken wie „Ripples“ oder „Don’t Get The Deal“ lässt sich folkige Westcoast-Stimmung ausmachen, die offensichtlichen Hits „Talk“ und „10:36“ bauen dagegen auf 90ies-Rock: Großartig klingt es, wenn sich die Gitarren zu wahren Fuzz Wänden auftürmen. Aus allen Songs spricht die enge Verbundenheit Bea Kristis zu ihren Freund*innen und Fans, die sie in den Texten direkt anspricht, siehe/höre im Schlusstrack „You’re Here That’s The Thing“. BEATOPIA ist der Wohlfühlort für die von Covid um ihre Jugend betrogene Jugend.


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