Mark Knopfler :: Golden Heart

Mit GOLDEN HEART hat Mark Knopfler die Kurve gekriegt, weg vom platin-gepflasterten, aber langweiligen Dire-Straits-Highway, raus aus den öden Soundtrack-Sackgassen, hin zu den Seitenstraßen entlang der Seitenstraßen. Natürlich ist auch Knopflers erstes „richtiges“ Solo-Album purer Mainstream, aber einer in dem exzellentes Handwerk, filigranes Songwriting und unüberhörbare Spielfreude zusammenfließen. So ähnelt das 70-Minuten-Werk vor allem den locker-flockigen Ausflügen, die der Straits-Mastermind mit Chet Atkins, den Chieftains oder den Notting Hillbillies unternommen hat. Federleichte Arrangements mit hingehauchten Gitarrenlinien, leichtfüßigen Rhythmen und Pianotupfern erzeugen ein schwebendes Klangbild, das von Knopflers brummeliger Stimme in Erdnähe gehalten wird. ‚A Night In Summer Long Ago‘ und ‚Done With Bonaparte‘ schmecken nach grünen Hügeln, Torffeuer und Whiskey. ‚Don’t You Get It‘ ist ein zurückhaltend-zwingender Shuffle, ‚Cannibals‘ und ‚Je Suis Desole‘ wildern launig in Cajun-Gefilden, das atmosphärische ‚Vic And Ray‘ paart zarte Percussion mit dräuendem Gitarrengewitter. ‚Golden Heart‘, Tm The Fool‘ und ‚Nobody’s Got The Gun‘ sind Balladen mit Ohrwurmgarantie und ‚Are We In Trouble Now‘ schließlich kommt als hinreißender Country-Schleicher daher.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.