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Moby Reprise


Deutsche Grammophon/Universal (VÖ: 28.5.)

von

Klar, das ist ein Ritterschlag. Das edle Deutsche-Grammophon-Label prangt auf dem neuen Moby-Album REPRISE, das dementsprechend kein neues Album ist: Der Meister, selbst studierter klassischer Musiker, hat sich mit dem Budapest Art Orchestra an die Neuinterpretation bereits bekannter Songs gemacht und dazu einige Gäste eingeladen.

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Bisweilen geht das ganz hervorragend auf, etwa wenn Gregory Porter und Amythyst Kiah aus dem „Natural Blues“ verblüffende Vokal-Macht ableiten, wenn Jim James von My Morning Jacket angemessen schwermütig „Porcelain“ interpretiert oder Mark Lanegan und Kris Kristofferson „The Lonely Night“ Abgründe mitgeben, die man so bei Moby-Songs nicht kennt. Was ein Cover von David Bowies „Heroes“ (mit Mindy Jones am Mikrofon) in der Liedersammlung soll, weiß hinwenn niemand Fremdes mitsingt?

Dann sind die Ergebnisse leider wenig interessant. „Lift Me Up“ mag mit seinem weinenden Cello noch durchgehen, aber an anderer Stelle nervt die ewige Gediegenheit. Denn Moby verfährt meistens nach dem Viel-hilft-viel-Prinzip: So meint man, in „We Are All Made Of Stars“ eine ganz interessante Perkussion auszumachen; die wird aber mit bedeutungsschwangerer Streichersauce überkippt, zu der sich dann auch noch schmetternde Background-Vocals gesellen. In solchen Momenten wird man daran erinnert, wie sehr die vielgelobte Neo-Klassik dann häufig doch nah an Muzak, oder noch schlimmer, Night-Of- The-Proms-haftem Kitsch operiert.


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