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Motörhead Under Cöver


Silver Lining/Warner

von

In ihrer 40-jährigen Existenz waren Motörhead immer mehr eine Hard-Rock- als eine Speed-Metal-Band. Motörhead haben die musikalischen Grundlagen, die Chuck Berry in den 1950er-Jahren gelegt hat, mit mehr „speed“ aufgeladen und Gitarre und Bass durch den Verzerrer gejagt und standen damit dem Punk näher als dem sehr viel heterogeneren Genre Heavy Metal.

UNDER CÖVER enthält elf Coverversionen, die Motörhead von 1992 bis 2015, dem Jahr, an dessen Ende Lemmy Kilmister im Alter von 70 Jahren gestorben ist, aufgenommen haben. Dass Lemmy, Phil Campbell und Mikkey Dee die Mehrheit der fremden Songs auf Motörhead-Territorium ziehen und daraus ihre kleinen, dreckigen Rock’n’Roll-Songs machen, ist klar, nicht aber, dass diese Behandlung allen Songs gut tut.

Bei „God Save The Queen“, der Verbeugung vor den Sex Pistols, klappt das sehr gut, auch bei „Rockaway Beach“ von den Ramones und bei Metallicas „Whiplash“. „Breaking The Law“ (Judas Priest), „Starstruck“ (Rainbow), „Cat Scratch Fever“ (Ted Nugent) und „Hellraiser“ (Ozzy Osbourne) dagegen sind eher brave Interpretationen, die sich stark an die Originale halten. Das gilt auch für die beiden Rolling-Stones-Songs („Jumping Jack Flash“, „Sympathy For The Devil“). Bisher unveröffentlicht: die Motörhead-Version von David Bowies „Heroes“, aufgenommen 2015 bei den Sessions für das letzte Motörhead-Studio-Album BAD MAGIC. Die kann aber in ihrer etwas unbeholfenen Art dem Original keine neuen Aspekte hinzufügen.


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