Robert Forster Songs To Play


Tapete/Indigo VÖ: 18. September 2015

Die überzeugendste Zwischenmeldung von Robert Forster kam von der Bühne der Köln-Mülheimer Stadthalle beim Week-End 2013: Der Go-Betweens- Sänger und ‑Songwriter trug seine schönsten Songs von Jherek Bischoff und einem Streichquartett begleitet vor und bebilderte seine Grandseigneurwerdung im Pop mit einem magischen Auftritt. Da hatte Forster schon mehr als die Hälfte der Strecke zwischen seinem letzten Album, THE EVANGELIST, und seinem neuen Solo hingelegt.

SONGS TO PLAY heißt die Liedersammlung, die Forster in der Nähe von Brisbane in einem analogen Studio aufgezeichnet hat. Die Stimme, die wie ein lange vermisster Bekannter zu uns spricht, steht plötzlich in lauter nicht gerade erwarteten Kontexten, Forster nimmt den Wind vom Week-End in eine neue Ära mit. Die alte wurde mit den nachdenklichen Liedern auf THE EVANGELIST (nach dem Tod von Freund und Go-Be­tweens-Gründer Grant McLennan) verabschiedet. Diese Songs hier wollen nach vorn stürmen („Learn To Burn“), sie nehmen den Witz des Musikkritikers Forster („I Love Myself And I Always Have“) mit ins Programm oder spielen sich mit einer wunderbaren Trompetenmelodie in die Nähe der Sehnsuchtsmusik von Calexico („A Poet Walks“). Letzterer Track darf sofort nach Veröffentlichung als Klassiker in Forsters Werk begrüßt werden.

Frühe Go-Betweens, später Sturm und Drang, Lust am Pop: Das ist der vorerst letzte Stand der Dinge. Wir werden sicher bald noch mehr auf diesem Album zu entdecken haben – alles zu seiner Zeit.

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