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Roger Eno & Brian Eno Mixing Colours


Deutsche Grammophon/Universal (VÖ: 20.3.)

Es ist nicht die erste Zusammenarbeit von Brian Eno (Jahrgang 1948) und seinem jüngeren Bruder Roger (Jahrgang 1959), aber die erste Duoaufnahme der beiden. Vorher hatten die Enos schon auf dem jüngst wiederveröffentlichten Klassiker APOLLO – ATMOSPHERES AND SOUNDTRACKS (1983) und dem nicht ganz so klassischen MUSIC FOR FILMS III (1988) kooperiert.

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MIXING COLOURS ist das Resultat einer musikalischen Fern-Zusammenarbeit, die bereits im Jahr 2005 begonnen hat. Roger Eno schickte Dateien mit Keyboardaufnahmen an seinen Bruder, der diese dann ergänzte und bearbeitete. Alle Tracks sind nach Farben benannt, die Analogie zu den Klangfarben drängt sich dabei auf, um deren Erforschung, Veränderung und Manipulation es hier ja auch geht.

Neben der sanften Ambience und den scheinbar endlosen Soundloops, die wie solitäre Farbtupfer auf einer weißen Leinwand wirken, gibt es hier ein Mehr an Melodik im Vergleich zu klassischen Ambient-Alben. Dafür ist Roger Eno verantwortlich, er reinstalliert auf manchen Tracks das Piano als klassisches Ambient-Instrument mit seinem frühromantisch-impressionistischen Spiel.

Das hat eine lange Tradition: Robert Wyatt spielte Piano auf AMBIENT 1: MUSIC FOR AIRPORTS, Harold Budd auf AMBIENT 2 (THE PLATEAUX OF MIRRORS). Und wer eine Rechtfertigung dafür braucht, weshalb das Album bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht wird, soll sich „Quick­silver“, „Ultramarine“ oder „Iris“ anhören. Das sind klassische Klavierfantasien.


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