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ME 07/18

Brandneu am Kiosk: Der Musikexpress mit Kamasi Washington, den 50 besten Jazz-Platten, Brian Eno, Rolling Stones u.v.m.

Als wir gerade dieses Heft hier einkochten, erreichte uns die traurige Nachricht, dass Glenn Branca gestorben ist; 69-jährig, Krebs. Der New Yorker Droneist, Gitarrenverstimmer und Minimal-Musikant, bei dem die noch grüne Sonic Youth zur School of No Rock gegangen war, galt als „der lauteste Komponist der Welt“, so stand es in den Nachrufen geschrieben.

Und wir fragen uns: Wie komponiert man denn bitte am lautesten? Schaufelt man einfach immer weiter Fortezeichen aufs Notenblatt, bis es dem knirschenden Auditorium die Tränen in die Augen treibt? Das hat ja auch seine Grenzen, ne? „György Ligeti verwendete teilweise gar achtfaches Piano bzw. Forte, diese Nuancen sind jedoch kaum ausführbar“, springt uns Wikipedia bei, schau, da trauen sich nicht einmal Manowar, zu widersprechen.

Vorliegende Ausgabe traut sich dafür jedoch an Musik heran, die über ein wirklich enormes Dynamikspektrum verfügt – im Gegensatz übrigens zum Werk der heldenhaften Stones, an dem es ansonsten natürlich bis circa 1980 nichts auszusetzen gibt: Yes, man, wir haben endlich unser seit circa THE KÖLN CONCERT geplantes Jazz-Special fertiggestellt! Mit Kamasi als dem neuen Propheten und 50 Platten als Gebote.

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Kamasi Washington: Ein Ozean aus Jazz

Manche fragen sich, was der Erfolg Kamasi Washingtons aussagt über den allgemeinen Zustand der Jazzmusik. Nun, er zeigt, dass Jazz nur so lange tot ist, bis dieser eine kommt, der ihn wieder zum Leben erweckt. Allerdings kann Washington das nur für seine eigene Musik leisten. Ein Treffen mit einem Giganten, der vom oberen Plateau heruntergestiegen kommt, um mit den Menschen zu reden, wie er Saxofon spielt.

Die 50 besten Jazz-Platten aller Zeiten

Von BadBadNotGood über Miles Davis bis hin zu Sun Ra: die ultimative Liste für Einsteiger und Experten.

ME-Gespräch mit Brian Eno: „Ich will der erste Mensch am Nordpol sein. Was auch immer das musikalisch bedeutet.“

Zu seinem 70. Geburtstag legt Brian Eno ein opulentes Boxset vor: „Music For Installations“. Es ist der Soundtrack zu seinen Licht- und Klangkunstwerken, die meditative Wirkung und missionarischen Anspruch miteinander verbinden: das Erschaffen von urbanen Oasen für Ruhe und Reflexion – und ein besseres globales Miteinander.



Top Ten: Das sind Julia Holters Lieblingsalben der 10er-Jahre
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