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Soccer Mommy Color Theory


Caroline/Universal (VÖ: 28.2.)

Keine Ahnung, ob Sophie Allison alias Soccer Mommy good old Goethes „Farbenlehre“ ein Begriff ist. Ihr geht es in ihrer COLOR THEORY auch nicht um die Physik von Farben, sondern um deren psychologische Wirkung. Sie hat ihr Album eingeteilt in drei Abschnitte: Blau, Gelb und Grau.

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Man kann jetzt streiten, ob Grau überhaupt eine Farbe ist, aber die Botschaft ist klar: Von kühl über warm bis düster schreitet Allison durch ihre Psyche und Vergangenheit, eine Art tiefenpsychologische Gesprächstherapie in Songform. Es geht um Depressionen und Unsicherheiten, Ängste und Psychosen, die kranke Mutter, die sterbenden Eltern.

Wie eine gute Therapiestunde ist auch hier das Tempo eher schläfrig, egal ob die Gitarren frühlingshaft jingeln und jängeln („Circle The Drain“) oder eher verträumt herumhuschen („Night Swimming“). Indie-Pop wird auf COLOR THEORY nicht gerade neu erfunden, aber doch wenigstens wieder für einen guten Zweck, der Seelenhygiene von Sophie Allison, verwendet. Und das ist doch auch schon was.


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