Tamino Amir 


Communion Records/Caroline (VÖ: 19.10.) 

Diese langen, langsam kreisenden Songschleifen, dieses meditative Crooning in den Streicherbahnen, die akustischen Gitarren, die einen schon ganz woanders hin zwirbeln können.

51 Minuten sind noch keine Weltreise. Aber mit dem Sänger, Gitarristen und Pianisten belgischer, ägyptischer und libanesischer Herkunft bewegt der Hörer sich über Schubladen, geografische und Sound-Zuschreibungen hinweg in ein Niemandsland, das man allenfalls noch als Ambient-Pop bezeichnen könnte.

Der klassisch ausgebildete Musiker Tamino scheint sich ganz tief in diesen seinen Liedern zu bewegen, er wechselt mühelos von einer arabischen Melodie in den europäischen Folksong und spielt ihnen Synthesizer und Oud zu. Diese coole, leicht belegte Stimme dehnt sich über Oktaven, nimmt die Melancholie des Jungseins mit, dargeboten von einem, der mit der Reife und der Würde eines Alten zu extemporieren scheint.

Es sind nicht alle Songs von einer Güte wie die Eröffnung „Habibi“ und das deutlich rhythmisierte „Each Time“.  Wenn das Album AMIR überhaupt an etwas erinnern darf, dann an die Musik Konstantin Groppers, mit leichten Abzügen in der Pathoswertung. 

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