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Album der Woche

The Strokes The New Abnormal


RCA/Sony Music (VÖ: 10.4.)

Das Leben strukturiert sich in Wellen, mal ist man oben, mal unten. The Strokes waren 2001 ganz oben, sie blieben es bis Mitte der Nullerjahre, dann ging die Kurve nach unten, und als 2013 das vierte Album COMEDOWN MACHINE erschien, schrieb dieses Magazin, es sei nicht mehr so recht cool, die Strokes zu hören. Sieben Jahre später hat sich die Welle in zwei Amplituden aufgeteilt, das spürte man in den Reaktionen auf die ersten Vorabtracks: Einige fanden das alles total öde, andere feierten ihre Erregung. Liegt die Wahrheit also, wie so häufig, in der Mitte?

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Nö, dafür ist THE NEW ABNORMAL viel zu gut. Natürlich, das alte Gefühl des Abenteuers ist vorbei, so unerreicht cool und revolutionär wie mit IS THIS IT werden die Strokes nie wieder werden. Aber das tut auch nichts zur Sache, denn was die Band auf THE NEW ABNORMAL vor allem zu bieten hat, sind grandiose Songs. Die Strokes spielen ihre Strokes-typischen Lieder nicht mehr mit schnoddriger Beiläufigkeit, sondern punktgenau und akkurat. Und: Sie lassen sich Zeit.

„The Adults Are Talking“ darf sich fünf Minuten lang aufbauen, Julian Casablancas nutzt die Gelegenheit, sich erst ins Falsett und schließlich in den Sprechgesang zu flüchten, als wäre er Prince und Falco in einer Person. Während man noch überlegt, ob „Brooklyn Bridge To Chorus“ ein mieser oder genialer Songtitel ist, kippt der cheesy Italo-Disco-Fox in Richtung Super-Postpunk.

Die Single „Bad Decisions“ bringt die alten Strokes mit Blondie zusammen, zum Gitarren-Jangle kann man deren „Dreaming“ summen. Fabelhaft ist „At The Door“, ein in sich ruhendes kosmisch-schlagzeugloses Stück. Das glänzende Finale heißt „Ode To The Mets“, es läuft fast sechs Minuten, Casablancas croont wie Alex Turner, singt: „I was just bored playing the guitar / Learned all your tricks, wasn’t too hard.“ Das ist der nächste Schritt: The Strokes sind nun episch.


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