This Is Where l Belong

The Songs Of Ray Davies &The Kinks

Tribut: Yo La Tengo, Blur, Lambchop, Cracker und andere huldigen den Songs der Kinks.

Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger waren Tribut-Alben der Hit. Kaum eine Popikone, der nicht mit einem Cover-Album gehuldigt wurde, ob Jimi Hendrix, Buddy Holly oder die Byrds. Auch die Kinks wurden seinerzeit mit dem Album SHANGRILA von einer Riege jüngerer Bands (Chesterfield Kings, Mock Turtles, Fleshtones) geehrt.

Interessanterweise gibt es zwischen dem im Jahr 1989 entstandenen Werk und THIS IS WHERE I BELONG lediglich eine einzige Überschneidung bei der Songauswahl. Widmeten sich damals die Mock Turtles dem grandiosen „Big Sky“, so macht das diesmal der amerikanische Songwriter Matthew Sweet. Überraschend mag sein, dass hier weniger die ganz großen Hits der Kinks gecovert wurden. Dass wir dennoch jede Menge „Hits“ hören, spricht für die Qualität der Originale aus der Feder von Ray Davies, einem der feinsten und intelligentesten Songschmiede britischer Popkunst. Es gibt ja nun durchaus auch etliche Musikfans, die auf die übliche Frage, wer denn die bessere Band sei, die Beatles oder die Rolling Stones, schlicht antworten: die Kinks. Damon Albarn, Kopf von Blur, ist so einer. Hier ist er im Duo mit seinem Helden bei „Waterloo Sunset“ zu hören. Frühe Singles wie zum Beispiel „Well Respected Man“ (interpretiert von Josh Rouse) oder die Beatnummer „Til The End Of The Day“ (in der Version von Fastball) stehen ebenso auf dem Speiseplan wie zwei Tracks aus der Achtziger-Jahre-Phase der Kinks, als die Briten besonders in den USA sehr erfolgreich waren, wobei vor allem die großartigen Lambchop mit ihrer Version des Scheidungsstückes „Art Lover“ begeistern: Der Song kommt geradewegs wie einer dieser schläfrigen Cow-Kunst-Pop-Songs von Lambchop-Mastermind Kurt Wagner daher. Originell bearbeitet ist auch die Brasil-Version von Bebet Gilberto („No Return“). Eng am Original bleiben Cracker mit „Victoria“ und Jonathan Richman mit „Stop Your Sobbing“. Außerdem dabei: Die Fountains Of Wayne, Yo La Tengo, Peter Buck mit Minus 5 sowie Queens Of The Stone Age. Ein feines Album, das mal wieder zu den Originalen greifen lässt.

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