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Tom Schilling & The Jazz Kids Vilnius

Embassy Of Music/Warner

von
Foto: Embassy Of Music/Warner

Singende Schauspieler. Was soll man noch sagen? Wer zu Matthias Schweighöfer oder Jan Josef Liefers ins Konzert rennt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Aber Tom Schilling ist ein guter Typ. Gute Filme, besserer Geschmack. Fan von Nick Cave, heißt es. Und wie es auf dem (bei Moses Schneider) aufgenommenen Debütalbum von ihm und seinen jazzfreien Jazz Kids noch weit offensichtlicher erscheint, ein Fan der mittelfrühen Element Of Crime, als die gerade angefangen hatten, deutsch zu texten und es neben der Romantik auch noch mehr mit dem Drama hielten.

Einige Bilder in Schillings Texten, die die Kulisse Berlin gerne wieder so kohlenverrußt und verloren zeichnen würden, wie sie den alten Geschichten nach war, lassen gar auf ernsthaftes Sven-Regener-Stalking schließen. Doch damit verhebt er sich, und auch sein Sängercharakter am Mikrofon bleibt klein und leider schwach. Als da Herr Weill, a bissl russische Wehmut, Geige oder Glockenspiel noch helfen konnten, war Berlin tatsächlich noch verrußt und verloren und Bands gaben sich todeskitschige Namen wie Poems For Laila. Aber deren Sänger schmetterte immerhin drauflos wie nix Gutes.

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