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Toy Happy In The Hollow 


Tough Love/Cargo (VÖ: 25.1.)

Als Toy Anfang der 10er-Jahre starteten, war ihr kosmischer Britpop kurz ein heißes Thema. Vier Alben später ist die Luft raus. „Sequence One“ heißt das Auftaktstück, die blasse Gesangsmelodie liegt verhuscht über einem synkopischen Beat, das Schlagzeug spielt kraftlos, die Gitarreneffekte sind eindimensional.

Wenn das Neo-Psychedelia sein soll, dann müssen die Drogen die Arbeit alleine verrichten, damit es für den Trip reicht. Wo ist nur die Wucht geblieben, die Toy auf den früheren Platten dann und wann auszeichnete? Ein Stück heißt „Energy“, die Band aus Brighton spielt sehr zügig, jemand spricht, jemand singt, so richtig passt das nicht zusammen.

Das gilt auch für „Mechanism“: Bass und Drums imitieren ein Uhrwerk, doch darüber liegen Gitarren, die ziellos durch den Raum strömen wie eine Motte, die sich nicht zwischen zwei Lichtquellen entscheiden kann. Nach drei Minuten und 20 Sekunden blendet die Band den Song lieblos aus, als ertrage sie das Stück selbst nicht eine Sekunde länger.

Wer Lust auf wirklich chaotische Krautrockbriten hat, kramt lieber die alten Platten der Telstar Ponies heraus.

Kooperation


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