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„Smells Like Teen Drill“: Hits von Nirvana & Michael Jackson gehen in Drill-Beat-Version viral

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Der aus Atlanta im US-Bundesstaat Georgia stammende Produzent Blaccmass hat keine Lust mehr auf Schubladen. Er will jede Art von Musik feiern können, ganz ohne sie mit einem Genre-Titel labeln zu müssen. Um das zu untermauern, bringt er schon seit einer Weile Remixes von Klassikern heraus. Seine besondere Signatur dabei: derbe Drill Beats.

So schüttelt er Nirvanas Hymne „Smells Like Teen Spirit“ fast dreißig Jahre später aus ihrem Grunge-Korsett heraus und lässt sie als frische Drill-Beat-Version neu erstrahlen.

Während Blaccmass auf Twitter den „Smells Like Teen Drill“-Track nur als Teaser parat hat, teilt er in den Kommentaren auch den Soundcloud-Link mit seiner dadurch ganz neu erstarkten Fanbase. Dazu schreibt der Produzent, dass es sich hierbei um „next level music“ handeln würde, die „just vibes“ fördere.

Auch Michael Jacksons „Beat It“ hat er mit seinem Remix ins Jahr 2020 gepusht. Neben dem Track teilte er auch einen Clip von dem im Februar 2020 verstorbenen Rapper Pop Smoke, der zu dem Original-Song lässig tanzt. Kurz nach der Veröffentlichung wurde er von der Pop-Smoke-Crew angeschrieben und gebeten, auch hier die ganze neue Version und nicht nur den Ausschnitt auf seinem Twitter-Account zu sharen.

Als Blaccmass-Fans bezeichnen sich jetzt auch Earth, Wind & Fire, deren Überhit „September“ ebenfalls von dem US-Artist neu aufgemischt wurde. „Earth, Woo & Fire“ ging nicht nur wie die anderen Tracks von ihm viral – er wurde auch von der Soulband dafür gelobt. Earth, Wind & Fire fühlten „sofort eine Verbindung“ zur neuartigen Variante.

Die forcierte Mischung von Genres von Blaccmass kommt also gut an und er ist damit seinem Ziel näher. Im Interview mit „Complex“ sagte er: „Wenn ich mit dem, was ich tue, fertig bin, hoffe ich, dass Musik so verändert ist, dass man nicht sagen kann: ‚Das ist ein Popsong, das ist ein Reggae-Song und das ist ein Rap-Song. Es ist nur ein Song. Und es spielt keine Rolle, welche Aromen da gemischt werden, es funktioniert einfach.“

Der Produzent hält viel von dieser Idee. Weiter erklärt er selbstbewusst: „Es wird die Grammys ändern. […] Jede Person jeder Nationalität kann dieses eine Lied hören, weil sie einen bestimmten Teil des Songs mag. Und eine andere Person mag einen bestimmten Teil dieses Songs, weil die beiden Genres miteinander verschmolzen sind. Das wird einige Leute vereinen. Das ist mein Hauptziel.“


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