„United We Stream“: Club-Livestream ist für den zweiten Corona-Lockdown zurück

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Es ist ein schönes und trauriges Wiedersehen zugleich: Im März 2020 startete die Streaming-Plattform „United We Stream“ auf ARTE concert, um die Kulturschaffenden der Veranstaltungs- und Clubkultur-Branche vor dem Corona-Ruin zu bewahren – acht Monate später geht es nun wieder los. In einer Pressemitteilung heißt es über die Rückkehr der Livestream-Veranstaltungsreihe: „Nach acht Monaten Pandemie stellt die aktuelle Krise immer noch die größte Bedrohung für die Clubkultur dar, die es jemals gab. Zehntausende Mitarbeitende und Künstler*innen sind seit über acht Monaten ohne Arbeit und Perspektive, hunderte Kulturorte fürchten um ihr Bestehen.“ Deshalb ist es bei dem zweiten Lockdown noch essentieller, bei „United We Stream“ einzuschalten und die Clubkultur zu unterstützen.

Das Hauptziel von „United We Stream“ ist es, auf die problematische aktuelle Situation aufmerksam zu machen und Spendengelder für Hilfsaktionen und Initiativen zu sammeln, die sich für alle Arbeitskräfte der Clubkultur (ob vor oder hinter der Bühne) stark machen. Somit steht nicht die Relevanz von Kultur und Unterhaltung im Lockdown an erster Stelle; es geht primär darum, die Clubkultur wieder in den Fokus zu rücken und auf ihre Daseinsberechtigung zu pochen. Somit werden vom 4. November bis zum 1. Dezember 2020 täglich zwischen 21.00 und 00.00 Uhr Auftritte in verschiedenen Clubs und Venues stattfinden, die auf ARTE concert live gestreamt werden können. Bei dem ersten Lockdown-Livestream am Mittwoch, den 04. November können sich Zuschauer*innen auf ein Set von Lucia Lu, Roman Flügel und Sally C freuen, das aus dem Atelier im Aufbauhaus übertragen wird. 

Das Berliner Projekt „United We Stream“ konnte insgesamt bereits mehr als 500.000 Euro für lokale Clubs sammeln und hat mehr als 40 Millionen Besucher*innen angezogen. Zudem haben 2.100 Künstler*innen aus 91 Städten an 427 Standorten an den Streaming-Veranstaltungen teilgenommen. Gemeinsam konnten weltweit Spenden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro generiert werden. Die Hoffnung für den zweiten Lockdown sind demnach groß. Also heißt es auch jetzt wieder: Ran an den Laptop und streamen und spenden, was das Zeug hält.


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