Harry Styles auf Tour: Resale-Tickets ab 11 Euro

Schlechte Bühnen-Sicht, schwache Setlist-Resonanz und Resale-Tickets für 11 Euro: Der Auftakt der Harry-Styles-Residency in Amsterdam läuft nicht wie erhofft.

Harry Styles eröffnete seine Tour am Samstag, den 16. Mai, mit der Auftaktshow in Amsterdam. Doch die Fans sind diesmal scheinbar nicht so gehypt auf die Live-Auftritte wie bei seiner letzten Tournee. Zumindest verkaufen viele noch Last-Minute-Tickets auf Resale-Plattformen wie Ticketswap – aber auch auf Ticketmaster sind noch Karten erhältlich.

Warum gibt es so viele Resale-Tickets?

Schon im Vorfeld haben viele Leute versucht, ihre Tickets weiterzugeben, da einige Termine für die Tour erst später angekündigt wurden. Manche Fans hatten Karten für mehrere Termine gekauft und sich anschließend noch Tickets für einen besser gelegenen Tag gesichert – in der Erwartung, die anderen Eintrittskarten noch loswerden zu können.

Gemischte erste Eindrücke

Die ersten Eindrücke der Tour fallen gemischt aus. Viele beschweren sich, dass die Sicht auf Harry Styles durch die große Bühne erschwert war und sie den Sänger teilweise 20 Minuten lang nicht gesehen haben. Besonders in den vorderen Reihen, wo Fans VIP-Tickets erworben hatten, um nah dran zu sein, ist die Sicht durch die hohen Brückenkonstruktionen der Stage stark eingeschränkt.

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Ein weiterer Kritikpunkt ist die Setlist: Sie beinhalte nicht so viele Lieder aus dem neuen Album. Styles spielt Songs aus seinen Alben „Fine Line“, „Harry’s House“ und „Kiss all The Time. Disco, occasionally“ in relativ gleichen Anteilen. Viele Fans sagen, die Tracklist ähnele der seiner vorherigen Tour sehr – mit dem Unterschied, dass er die neuen Songs hinzugefügt hat.

Das neue Album: Besser als erwartet verkauft, aber gemischt aufgenommen

Sein neues Album, das auch Anlass für die Tour ist, hat kommerziell nicht ganz so gut funktioniert wie erhofft – obwohl die ersten Verkaufszahlen die seiner vorherigen Alben übertrafen. Laut „Radiohamburg“ verkaufte es sich in Österreich und der Schweiz doppelt so gut und in den Niederlanden sogar zehnmal so gut wie die vorherigen Veröffentlichungen. Am ersten Tag verzeichnete das Album 63 Millionen Streams auf Spotify.

Trotzdem fallen die Kritiken zur neuen LP gemischt aus. Viele fanden seine Ankündigung, ein Disco-Album zu veröffentlichen, übertrieben – das neue Album ist zwar elektronischer, aber nicht wie versprochen. Auffällig im Vergleich zu den letzten Alben: Es fehlt ein großer Aufhängersong. Auch wenn die Leadsingle „Aperture“ bei Veröffentlichung durch die Decke ging, ist sie vergleichsweise nicht so groß wie „As It Was“ oder „Watermelon Sugar“ aus seinen letzten beiden Alben. Damit ist der Hype unter den weniger eingefleischten Styles-Fans deutlich geringer, wie „The Circle“ berichtete.

Tickets im Resale teils für Spottpreise

Die Tour ist nicht so ausgebucht wie erwartet. Resale-Tickets werden teils für Spottpreise angeboten – auf TikTok kursieren Schnapper für 11 Euro. Einige kaufen sich spontan noch am selben Abend Resale-Tickets für die Hälfte des Originalpreises. Die meisten Verkäufer:innen versuchen ihre Karten allerdings noch zum Originalpreis loszuwerden. Je nach Kategorie kann dieser zwischen 70 und 350 Euro liegen. Auf Ticketswap ist erkennbar, dass in fast allen Eintrittkategorien Karten weiterverkauft werden.

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Das ist jedoch nur möglich, wenn man in Amsterdam wohnt – denn Harry Styles hat mit dieser Tour das Residency-Konzept eingeführt und tourt nicht durch die ganze Welt. In der Johan Cruijff Arena Amsterdam spielt er noch acht weitere Shows. Ab dem 12. Juni ist er dann im Wembley Stadion in London zu hören.