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Adele prangert den weltweit allgegenwärtigen Rassismus an

Aus Solidarität und als Zeichen des Protests legten im Rahmen des „Blackout Tuesday“ am 2. Juni große Teile der Musikindustrie die Arbeit nieder bzw. brachten ausschließlich Nachrichten und Berichte zum Thema Rassismus und zu den Protesten dagegen. Hintergrund der Solidaritäts-Aktion ist die anhaltende Polizeigewalt gegen Afroamerikaner*innen und die Tötung von George Floyd durch Polizeibeamte in der vergangenen Woche. Minutenlang hatte ein Polizist sein Knie auf den Hals des 46-jährigen Afroamerikaners gedrückt und trotz dessen verzweifelten Hilferufen („I can’t breathe“) nicht von ihm abgelassen. Floyd starb kurz darauf. Der Tod von George Floyd hat eine immer größer werdende Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA ausgelöst. Und eine gesellschaftliche Diskussion über ihre Ursachen.

Nun positionierte sich auch Adele. Auf Instagram erklärte sie, dass Rassismus gerade sehr „lebendig“ sei und dazu auch noch „überall“. Zum Tod von George Floyd schrieb die Musikerin: „Der Mord an George Floyd hat weltweit Schockwellen ausgelöst, es gibt unzählige andere, die dies nicht tun.“ Weiterhin erklärte sie: „Hier geht es um systematischen Rassismus, hier geht es um Polizeigewalt und es geht um Ungleichheit.“

Um gegen den täglich stattfindenden Rassismus etwas zu tun, bat sie ihre Follower darum, „weiter zuzuhören, weiter zu fragen und weiter zu lernen“. Denn es ginge eben nicht nur um einen Einzelfall und nicht nur um Amerika, sondern um ein globales Problem. Und genau deshalb müsse man auch verärgert und fokussiert dagegen vorgehen. In ihrem Post schließt sie mit den Worten: „Ich stehe voll und ganz in Solidarität mit dem Kampf für Freiheit, Befreiung und Gerechtigkeit.“

Lest hier Adeles ganze Nachricht:

 

Wie auch Ihr helfen könnt im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt, erfahrt Ihr hier.

Im September 2020 soll das vierte Album von Adele erscheinen. Ihr bisher letztes Album 25 ist bereits fünf Jahre alt. Nach dem Release 2015 kündigte die Britin eine längere Auszeit an. Die Veröffentlichung von neuem Material war dann eigentlich schon für Weihnachten 2019 angedacht, diverse Studiomusiker sollten gebucht und Stücke geschrieben worden sein. Die gebürtige Londonerin hat mit ihren bisherigen drei Alben insgesamt 15 Grammy Awards erhalten.



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