Gossip

Ursprünglich unter dem Namen The Gossip und unter Einfluss der Riot-Grrrl-Szene in Olympia gegründet, ist es für Gossip Ziel und Intention, mit ihrer Musik feministische und queere Diskurse zu thematisieren. Mit dem homosexuellen Bassisten Brace Paine, der Tomboy-Schlagzeugerin Hannah Blilie und der übergewichtigen sowie lesbischen Frontfrau Beth Ditto zeigen sich Gossip auch optisch als ein Statement. Mit dem Album „Standing In The Way Of Control“ gelang Gossip 2006 der Durchbruch in Großbritannien, 2009 eroberten sie mit „Music For Men“ ganz Europa.

Beth Ditto, Nathan Howdeshell alias Brace Paine und Kathy Mendonca wuchsen zusammen in Searcy, Arkansas auf und arbeiteten schon seit ihrem 15. Lebensjahr musikalisch zusammen. Als Kathy 1999 wegen ihrer Ausbildung nach Olympia zog, folgten ihr Ditto und Paine und gründeten im Epizentrum der Riot-Grrrl-Bewegung die Band The Gossip.  Schon ihre erste selbstbetitelte EP erwies sich als beliebt in der Szene des Queercore und eine Tour mit Sleater-Kinney brachte größere Popularität. Auch nach der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums „That’s Not What I Heard“ (2001) sorgten Bands wie die Yeah Yeah Yeahs, Stereo Total, Sonic Youth und The Kills für die internationale Bekanntmachung der Band, die sich 2003 nur noch Gossip nannte und mit der neuen Schlagzeugerin Hannah Blilie das endgültige Line-Up gefunden hatte.

Mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Standing In The Way Of Control“ (2006) setzte das Trio sein Engagement gegen den damaligen US-Präsidenten George W. Bush fort, fiel in dieser Zeit aber auch wegen seiner provokanten Live-Darbietungen auf, die Beth Ditto – das gängige Schönheitsideal konterkarierend – mitunter durch Striptease-Einlagen trotz Übergewicht gestaltete. Sie entwickelte sich 2008 zu einer populären Stilikone, da sie sich nicht nur nackt auf dem Cover des NME zeigte, sondern darüberhinaus einen feministischen Blog für The Guardian schrieb und eine Muse des Modemachers Karl Lagerfeld wurde. 2009 gab sie zudem ihre eigene Kollektion für Übergrößen heraus, zeitgleich mit dem vierten Studioalbum „Music For Men“, das für Gossip den endgültigen Durchbruch bedeutete. Vor allem in Deutschland stieg die Single „Heavy Cross“ an die Spitze der Charts und hielt sich dort ganze 97 Wochen. Das Album brachte der Band schließlich Gold und Platin sowie diverse Musikpreise ein.

Nachdem Beth Ditto 2011 ihre erste Solo-EP veröffentlichte, erschien im Jahr darauf auch Gossips fünftes Studio-Album „A Joyful Noise“, das sich vom ursprünglichen Rocksound fast vollkommen verabschiedete und wesentlich kommerzieller und poppiger produziert wurde. Gossips Erfolg wurde dadurch jedoch nicht geschmälert, sondern deutlich gesteigert.

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