Asia Argento wirft „Fast and Furious“-Regisseur Rob Cohen sexuellen Missbrauch vor

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Die italienische Schauspielerin, Filmemacherin und Me-Too-Aktivistin Asia Argento hat den „Fast and Furious“-Regisseur Rob Cohen des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Das erklärte die 45-Jährige am vergangenen Freitag in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Auch gegenüber dem US-Magazin „Variety“ bestätigte sie ihre Aussagen. Demnach soll sie der heute 71-Jährige im Jahr 2002 während der Dreharbeiten zu „xXx – Triple X“ vergewaltigt haben. In Bezug auf ihre Erlebnisse kündigte sie zudem eine Autobiografie an.

Argento kämpfte bereits gegen Harvey Weinstein

Nachdem Asia Argento bereits gegen Hollywood-Größen wie Harvey Weinstein vorging, berichtete die Schauspielerin nun von traumatischen Erlebnissen mit Rob Cohen, der sie 2002 erst vergewaltigt haben soll und sie anschließend angeblich das sogenannte Narkotikum „Psychopharmakon Gamma-Hydroxybutyrat“ trinken ließ. Dazu sagte sie: „Zu der Zeit wusste ich wirklich nicht, was es war. Ich bin morgens nackt in seinem Bett aufgewacht.“

Sprecher von Rob Cohen wies die Vorwürfe zurück

Gegenüber dem Branchenblatt „Deadline“ bestritt ein Sprecher Cohens die Vorwürfe und betonte, dass die Arbeitsbeziehung zwischen Cohen und Argento „ausgezeichnet“ gewesen sei. Zudem hieß es: „Herr Cohen betrachtete sie als eine Freundin. Diese Behauptung aus dem Jahr 2002 ist verwirrend, insbesondere angesichts der Berichte über sie in den letzten Jahren.“ Damit bezog er sich auf einen Vorwurf, der gegenüber Argento im Jahr 2018 laut wurde. Der damals 17-Jährige US-Schauspieler Jimmy Bennett beschuldigte sie des sexuellen Übergriffs. Die Schauspielerin bestätigte daraufhin, dass es sexuellen Kontakt zwischen ihr und Bennett gab, sie aber nicht die Initiative dazu ergriffen habe.

Argentos Vorwürfe gegenüber Cohen sind nicht die ersten dieser Art

Am 21. Februar 2019 warf Cohens Transgender-Tochter Valkyrie Weather ihm vor, sie als Kind sexuell belästigt zu haben. Auch soll er eine andere Frau sexuell belästig haben. Weather behauptete ferner, Cohen haben sie als 13-Jährige durch einen Besuch von Sexarbeiterinnen in Thailand und Tschechien dazu bewegen wollen „straight“ zu werden, also heterosexuell und binär. Cohen bestritt diese Vorwürfe.


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