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Billie Eilish: „Ich habe manchmal das Gefühl, dass andere Menschen mich nicht als Frau wahrnehmen“ 

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Erst kürzlich veröffentlichte Billie Eilish einen Kurzfilm mit dem Titel „NOT MY RESPONSIBILITY“, in dem sie Stellung zu urteilenden medialen und virtuellen Kommentaren – insbesondere über ihren Körper und ihre Kleidung – nahm. Nun hat sich die Sängerin in einem Interview ausführlicher zu dem Thema Body Positivity geäußert und dabei auch von ihren eigenen Unsicherheiten und inneren Kämpfen berichtet.

„NOT MY RESPONSIBILITY“ im Stream sehen:


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Im Gespräch mit GQ verriet Eilish, dass sie sich in ihrem ganzen Leben noch nie „begehrt gefühlt“ habe. Selbst ihre Ex-Freunde hätten ihr niemals das Gefühl gegeben, sich „körperlich zu [ihr] hingezogen zu fühlen.“ Diese Erfahrungen seien es auch gewesen, die Eilish schließlich dazu motiviert hätten, ihren Körper mit weiter Kleidung zu verhüllen.

Gleichzeitig habe sie so der Objektifizierung durch Medien und Internet-Trolle entgehen wollen. „Ich ziehe mich an, wie ich mich anziehe, weil ich verhindern möchte, dass irgendjemand meinen Körper nach seiner Größe beurteilt“, erklärte Eilish weiterhin, bevor sie hinzufügte, „manchmal ziehe ich mich an wie ein Junge, ein anderes Mal wie ein Mädchen mit Swag“. Hin und wieder fühle sie sich wiederum gefangen in ebendieser Rolle, die sie ja eigentlich selbst erschaffen habe: „Ich habe manchmal das Gefühl, dass andere Menschen mich nicht als Frau wahrnehmen.“

Doch nicht nur oberflächliche Kritik an ihrem Körper seien Begleiterscheinungen ihres Ruhms, die Eilish inzwischen anwiderten. „Ich bin im Moment der totale Clickbait“, sagte der Popstar, „alles, das mit meinem Namen in Verbindung gebracht wird und alles, was ich sage oder mache, kann und wird gegen mich verwendet werden“. Aus diesem Grund sehe sie sich inzwischen keine Instagram-Stories anderer Leute mehr an und habe bereits vor einigen Jahren ihren Twitter-Account gelöscht.

Zuletzt schloss sich Eilish der Gruppe jener Prominenter an, die sich nach George Floyds Tod durch unverhältnismäßige Polizeigewalt, auf die Seite der „Black Lives Matter“-Bewegung schlugen. In einem Instagram-Post machte sie vor allem ihrem Ärger über den AllLivesMatter-Hashtag Luft, der oft benutzt wird, um von der Benachteiligung und dem Leid marginalisierter Bevölkerungsgruppen abzulenken.



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