Gesellschaftskritische Töne: Bosse teilt neue Single „Das Paradies“

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Wir können nur verändern, was wir uns auch erträumen können. Der Song „Das Paradies“ ist eine gesungene Utopie und Bosse liefert damit seine persönliche, sehr präzise und bestimmt auch angreifbare Vision, die wirklich kompliziert gewordene, knietief in der Krise steckende Welt wieder lebenswerter zu machen. „Am Eingangstor stand Peace, komm‘ rein und genieß’“ singt er und man fragt sich: Warum eigentlich nicht?

„Denn oft klingen solche Lieder nach Lichterkette oder wie ein gesungenes Flugblatt – also entweder zu leise oder eben zu laut und das passt nicht immer“, sagt Bosse in einem Q&A zur neuen Single „Das Paradies“. Für das Video zum Song lud er viele eigentlich sehr verschiedene Menschen ein, die aber eines gemeinsam haben: Sie alle tun Gutes. Vertreter*innen von Initiativen wie „Fridays For Future“ oder auch „Viva con Agua“ stehen nun im Clip im Tunnel und mimen den Track mit. Bosse schätzt seine soziale Verantwortung selbst als hoch ein: „Über die Jahre habe ich gelernt, dass ich gemeinsam mit meinen Fans so einiges bewirken kann.“

„Das Paradies“ ist ein Popsong, der immer laufen sollte und damit die Kunst zur Realität werden lassen kann. Gesellschaftliche Themen wie Gleichberechtigung, Gleichstellung und Glaubensfreiheit stehen bei Bosse ganz selbstverständlich neben dem Persönlichen wie Selbstliebe, Selbstbetrug und Depression. Denn der 40-Jährige weiß: Es gibt keinen äußeren Frieden, wenn im Inneren Krieg herrscht.

Erst vor Kurzem brachte Bosse die Single „Der letzte Tanz“ heraus und kündigte an, seine „Alles Ist Jetzt“-Tour auf 2021 zu verlegen und um zahlreiche weitere Konzerte zu ergänzen.


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