Drake über die Grammys 2021: „Zu viele vergessene Namen“

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Die Liste der Nominierten für die Grammy-Verleihung 2021 besticht durch einige bekannte Gesichter im Musikgeschäft, aber auch durch Abwesenheit bestimmter Künstler*innen. Erst kürzlich hatte The Weeknd sich darüber beschwert, mit keiner einzigen Nominierung vertreten zu sein. Drake scheint hinter dem Ausklammern bestimmter Namen eine Tradition zu erkennen.

The Weeknd geht leer aus

Kurz nach der Bekanntgabe der Nominierungen für die Grammys im kommenden Jahr, hatte der Sänger The Weeknd seinen Twitter-Account genutzt, um seinem Ärger gegenüber der Verleihung Ausdruck zu verleihen. Dabei warf er der Organisation Korruption und fehlende Transparenz vor. Der Rapper Drake reagierte wohl nun auf diesen Streit und schrieb in seiner Instagram-Story: „Wir sollten aufhören, jedes Jahr aufs neue schockiert zu sein über die Diskrepanz zwischen einflussreicher Musik und diesen Awards.“ Des Weiteren wäre The Weeknd für Drake bereits ein fester Kandidat für die Kategorien „song of the year“ oder „record of the year“ gewesen. Diese Meinung teilt übrigens auch Sir Elton John, was er in einem Instagram-Post deutlich macht.

Die vergessenen Namen

In einem weiteren Post verlinkte Drake weitere Rapper, die seiner Meinung nach auf der Liste der Nominierten hätten stehen müssen: Lil Baby, Pop Smoke und Popcaan. Seine eigene Auflistung kommentierte er mit den Worten: „Zu viele vergessene Namen“. Zustimmung fand Drake bei der Rapperin Nicki Minaj, die den Beitrag teilte und ihn durch eine persönliche Anekdote ergänzte: „Ich werde nie vergessen, dass die Grammys mir den „Best New Artist“-Award wegnahmen, obwohl ich 7 Songs gleichzeitig in den Billboard-Charts hatte.“ Dabei spielt die Rapperin auf die Grammy-Verleihung im Jahr 2012 an, bei der die damalige Newcomerin völlig leer ausging.

Die Kritik gegenüber den Grammys wächst

Auch bei anderen Stars wächst die Kritik gegenüber den Entscheidungen der Grammys. 50 Cent warf der Jury Realitätsverlust vor, nachdem die Sängerin und Schauspielerin Teyana Taylor darauf hingewiesen hatte, dass in der Kategorie „Best R&B Album“ überhaupt keine Frauen vertreten seien. In dieser Kategorie hätte sich übrigens auch Justin Bieber gerne wiedergefunden. Stattdessen wurde sein Album CHANGES als „Pop“ eingestuft.

Freuen dürften sich hingegen die südkoreanische Boyband BTS, die als erster K-Pop-Act eine Grammy-Nominierung erhielten. Ebenso darf sich Beyoncé über insgesamt 9 Nominierungen freuen. Die kommende Grammy-Verleihung findet am 31. Januar 2021 statt.


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