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Mit „Game of Thrones“ siegt bei den Emmys Popularität statt Qualität

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In der Nacht zu Dienstag wurden in Los Angeles zum 70. Mal die Emmy-Awards verliehen. In 26 Kategorien wurde das laut Jury beste Fernsehen des Jahrgangs 2017/2018 ausgezeichnet, es geht also vornehmlich um Serien und Shows.

„Beste Dramaserie“ trotz schwacher Dialoge

Der wichtigste Awards des Abends, die Auszeichnung für „Beste Dramaserie“ ging bereits zum dritten Mal an „Game of Thrones“. Die Fantasy-Serie des Kabelsenders HBO geht 2019 in die achte und letzte Staffel, der Sieg bei den diesjährigen Emmys hinterlässt einen faden Beigeschmack. Immerhin wurde die 2017 ausgestrahlte Staffel, die nun prämiert wurde, sogar von vielen Fans der Serie als schwächste der Serie bewertet. Schwache Dialoge und Logiklücken (die Zeitsprünge und Reisen in der Episode „Beyond the Wall“) legten offen, dass die mittlerweile fehlende Buchvorlage den Autoren der Serie wirklich fehlt.

Man könnte meinen, die Emmy-Jury entschied nicht nach Qualität, sondern nach Popularität – immer mit Blick auf die Einschaltquoten der Verleihung. Für „Game of Thrones“ gab noch acht weitere Preise, darunter für Peter Dinklage in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“. In Nebenkategorie wie „Special Effects“ oder „Make-up“ gewann die Serie ebenso. In der Kategorie „Beste Dramaserie“ waren mitunter auch „The Handmaid’s Tale“, „The Crown“ und „The Americans“ nominiert.

Unentschieden zwischen Netflix und HBO


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Neben „Game of Thrones“ gilt „The Marvelous Mrs. Maisel“ als großer Gewinner der Emmy-Verleihung. Die Serie, die in Deutschland bei Amazon Prime läuft und die Geschichte einer Frau zeigt, die in den 50ern zur Komikerin wird, wurde mit acht Preisen ausgezeichnet, darunter in der Kategorie „Beste Comedy“.

Als beste Miniserie wurde „The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story“ prämiert, die Nacherzählung des Mordes am Modemacher Versace wurde mit sieben Awards bedacht, darunter der für die „Beste Miniserie“. Nennenswert nach der Emmy-Verleihung ist auch, dass Netflix mit seinen 23 Emmys genauso viele Preise abräumte wie das TV-Schlachtross HBO.



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