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Großveranstaltungen: So definieren die Bundesländer, was erlaubt ist und was nicht

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Am 15. April entschied die deutsche Bundesregierung das bundesweite Kontakverbot aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis zum 3. Mai 2020 zu verlängern. Auch Großveranstaltungen sind offiziell bis zum 31. August 2020 gestrichen – doch was bedeutet das eigentlich genau?

So souverän und ganzheitlich die Regierung mit der Coronakrise auch umgeht, bezüglich des Themas Großveranstaltungen konnte der „Flickenteppich“, den Angela Merkel unbedingt vermeiden wollte, nicht verhindert werden. Da keine einheitliche Definition zu dem Begriff Großveranstaltung vorliegt, bleibt es nun bei den einzelnen Bundesländern, zu entscheiden, welche Größenordnung und Veranstaltungsart unter das Verbot fallen. Um bei all den Restriktionen, Verboten und Meinungsverschiedenheiten nicht so schnell den Überblick zu verlieren, könnt Ihr hier genauer nachlesen, welches Bundesland welche Verordnungen ausgesprochen hat und bis wann diese gelten sollen.

Berlin:

Wie der „Tagesspiegel“ berichtete, hat der Berliner Senat am Dienstag beschlossen, Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen bis zum 24. Oktober zu verbieten. Darunter fallen somit unter anderem das Lollapalooza-Festival am 5. und 6. September 2020, sowie alle Open-Air-Events im Olympia-Stadion, in der Waldbühne sowie in der Wuhlheide in diesem Sommer. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmer*innen sind bis zum 31. August verboten. Außerdem wurde festgelegt, dass Gottesdienste bis zu 50 Personen ab dem 4. Mai wieder stattfinden dürfen. Auch Demos und weitere Veranstaltungen auf der Straße sind dann wieder erlaubt – allerdings nur mit höchstens 50 Menschen.

Hamburg:

In Hamburg sind bezüglich der bundesweiten Kontaktbeschränkungen nach wie vor alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen, bei denen es zu zwischenmenschlichen Kontakt kommen könnte, grundsätzlich verboten – unabhängig von der Personenanzahl. Zudem sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden bis mindestens zum 31. August 2020 untersagt – das MS Dockville Festival am 21. bis 23. August fällt somit auch flach.

Bayern:

Bayern hat sich bisher noch nicht konkret festgelegt, was die Größe der Veranstaltungen und die Dauer des Verbots betrifft. Offiziell fallen demnach alle Großevents bis zum 31. August 2020 aus. Jedoch hat das Bundesland zusätzlich verkündet, dass auch das diesjährige Oktoberfest, das am 19. September gestartet wäre, gestrichen wird. Weitere Verbote könnten also noch folgen.



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