„Liegt am Rapper-Image“: Fler wieder vor Gericht

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Erst Anfang des Jahres stand Fler wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und versuchter Nötigung eines Journalisten vor Gericht. Nun wird ihm eine Auseinandersetzung mit einem RTL-Team Anfang 2020 vorgeworfen – die Angelegenheit soll vor Gericht ausgetragen werden. Der Rapper scheint es darauf angelegt zu haben, seine Unschuld zu beweisen.

Im Februar wurde dem Rapper eine zehnmonatige Bewährungsstrafe sowie 10.000 Euro Bußgeld auferlegt. Der Rapper hat unter anderem einen Journalisten genötigt, eine Nachbarin, mehrere Polizisten und einen Influencer beleidigt und ist ohne Führerschein Auto gefahren. Vor Gericht versuchte er sich unter dem Deckmantel der „künstlerischen Freiheit“ zu verstecken und sagte: „Für mich ist es künstlerische Freiheit, dass ich mich so verhalte, wie sich ein Rapper verhält.“

Die derzeitige Anklage bezieht sich auf ein Gefecht mit einem Team von RTL Anfang 2020 am Kurfürstendamm. Er soll die RTL-Mitarbeiter verletzt, beleidigt und bedroht haben. Genauer soll er einem Kameramann ins Gesicht geschlagen haben und eine Mitarbeiterin von RTL sei wohl vor ihm in ein Auto geflüchtet. Außerdem soll er die Filmkamera des Teams mutwillig auf den Boden geworfen und zerstört haben. Ein weiterer Punkt der Verhandlung soll ein Kommentar unter einem Querdenker*innen-Video sein. Der Rapper soll einen Polizisten dort „N*tten-Sohn-Bulle“ genannt haben.

Für seine Verteidigung holte sich Fler den Anwalt von Arafat Abou-Chaker an seine Seite. Bisher beteuerte Fler, nicht die volle Schuld der Auseinandersetzung zu tragen und sagte: „Die RTL-Kamera-Leute waren mir nicht nur körperlich überlegen, sondern auch zu zweit. Auch die erste Attacke ging nicht von mir aus. Dass ich der Angeklagte bin, liegt wahrscheinlich wieder am Rapper-Image.“ Sich wie ein Rapper verhalten war Anfang des Jahres noch „künstlerische Freiheit“, nun ist es Fler anscheinend doch eine Last geworden.

Auf den Prozess freue sich Fler bereits und wolle diesmal sogar persönlich aussagen. Außerdem werde er „den Schaden der zerstörten Kamera […] natürlich ersetzten.“


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