Mike Shinoda spricht über einen neuen Sänger für Linkin Park

In einem Interview mit „Rock Antenne”, das auf deren Website als Podcast zu hören ist, sagte Mike Shinoda, er suche derzeit nicht aktiv nach einem neuen Sänger für Linkin Park: „Das ist momentan nicht mein Ziel”, so Shinoda.

Im Januar 2018 veröffentlichte Shinoda eine EP. Diese arbeitete er in den Monaten danach zu seinem Solo-Debüt POST TRAUMATIC aus. Shinoda veröffentlichte das Album nur ein Jahr nach dem Tod seines Linkin-Park-Bandkollegen und Freundes Chester Bennington. Er verarbeitet auf dem Album vor allem dessen Suizid.

In Interviews spricht Shinoda immer wieder davon, dass Linkin Park fortbestehen werde, aber Zeit für den Wiederaufbau brauche. „Rock Antenne” gegenüber sagte er nun: „Ich glaube, es muss von sich aus passieren. Wenn wir eine tolle Person finden, von der wir denken, sie passt von ihrer Persönlichkeit und ihrem musikalischen Stil her gut zu uns, könnte ich mir schon vorstellen, mit dieser Person Musik zu machen.” Gleichzeitig beteuert Shinoda, Chester Bennington nicht ersetzen zu wollen.

Kooperation

Benningtons Suizid und was danach geschah

Am 20. Juli 2017 wurde Linkin-Park-Sänger Chester Bennington tot aufgefunden. Er hatte sich das Leben genommen. Linkin Park tourten damals gerade mit ihrem aktuellen Album ONE MORE LIGHT.

Nach Abbruch der Tour veröffentlichte die Band ein Live-Album mit dem selben Titel zum Gedenken an Bennington und arrangierte ein Gedenk-Konzert in Los Angeles. Am ersten Jahrestag seines Todes gedachten die verbliebenen Linkin-Park-Mitglieder ihres toten Bandkollegen.

Im Podcast sagte Shinoda nun, nicht mit Linkin Park im Studio oder auf Tour zu sein fühle sich „fast ungesund” an. „Wenn das bedeutet, wir brauchen auch noch andere Leute, um das zu tun und gut zu machen, dann würden wir das tun.”

Soll heißen: Er denkt darüber nach, in Zukunft als Linkin Park mit neuem Sänger zu arbeiten. Ausschlaggebend dafür sind nicht zuletzt die Linkin-Park-Fans. Laut Shinoda seien diese sehr an Tickets für eine mögliche zukünftige Tour interessiert. „Aber wie gesagt, es muss von sich aus passieren. Ich laufe nicht rum und hänge ‚Vocalist Wanted‘-Poster auf. Ich denke, das ist gänzlich unpassend und vermutlich eine furchtbare Idee.”

Zuletzt sorgte Chester Benningtons Sohn Jaime indirekt für Schlagzeilen als dessen Ersatz: Mit Grey Daze, der ersten Band seines Vaters, ist der 22-Jährige im Studio, um deren alte Songs neu aufzunehmen.


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