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Ólafur Arnalds: Seht hier das Video zur neuen Single „Loom“ feat. Bonobo

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Ólafur Arnalds hat seine neue Single „Loom“ veröffentlicht. Begleitet wird der Song, für den er sich diesmal den britischen Electronica-Musiker Bonobo an die Seite holte, von einem dazugehörigen Musikvideo, das unter der Regie von Neels Castillon entstand.

„Loom“ im Stream hören und sehen:

Bei „Loom“ handelt es sich nach „Back To The Sky“ (mit JFDR), „We Contain Multitudes“ und „Woven Song“ bereits um die vierte Auskopplung von seinem bevorstehenden Album SOME KIND OF PEACE, das am 6. November 2020 via Mercury KX erscheinen wird.

„Loom“-Artwork:

In einer offiziellen Pressemitteilung zum Single-Release erklärt Arnalds: „Ich bin ein langjähriger Fan von Bonobo und hatte das Glück, Simon in den vergangenen Jahren kennen zu lernen. Letztes Jahr verbrachten wir ein paar Tage im Studio, nachdem wir im isländischen Hochland gereist waren und gezeltet hatten, mit keiner anderen Absicht, als sich ein wenig mit Musik zu beschäftigen.“ In genau dieser Zeit sei auch „Loom“ entstanden, ein Stück, auf das Arnalds schließlich zurückkam, als er mit der Arbeit an seinem neuen Album begann.

„Wir haben zu Beginn des Frühjahrs getrennt daran weiter gearbeitet und ich bin unglaublich stolz auf das Endergebnis“, fährt Arnalds fort, „Neels Castillons Video stellt die heitere Energie der Musik perfekt dar; ein schönes Beispiel dafür, wie man sich in einem Augenblick verlieren kann.“ Auch Bonobo schwärmte von seiner Zeit in Island und erklärte: „Es war eine echte Ehre, mit Ólafur etwas zu erschaffen. Er ist nicht nur ein Freund, sondern jemand, den ich sehr bewundere.“

Fernab des Alltags

Das Video zum Song wurde laut Castillon „in einem Bergsee in 2.000 Metern Höhe gedreht, fernab des Alltags“. Demnach habe sich das Team im Zuge des Drehs „vier Tage lang an diesem ruhigen, surrealen Ort verloren. Das Wasser war sehr kalt, so dass es ein intensives Erlebnis für die Tänzer und die Crew bedeutete – und ich glaube, man kann dies in jeder Aufnahme dieses einzigartigen kleinen Kunstfilms spüren“, so der Regisseur.

„SOME KIND OF PEACE“-Artwork:

Arnalds selbst versteht SOME KIND OF PEACE als „ein Dokument der Auseinandersetzung mit dem Zeigen der eigenen Verwundbarkeit und der Frage, was es letztendlich bedeutet, am Leben zu sein“. Kein Wunder also, dass sich der bekennende Perfektionist auf seiner neuen Platte auch selbst verletzlicher denn je zeigt. „Es ist so persönlich, dass ich immer noch selbst versuche, die Worte zu finden, um darüber sprechen zu können“, so Arnalds über sein neuestes Werk.

In der Vergangenheit arbeitete der Multiinstrumentalist, der zwischen Indie, moderner Klassik, Elektronik und kleinen Hardcore-Bands (in denen er Schlagzeug spielte) schon so ziemlich alles ausprobiert hat, unter anderem mit Künstler*innen wie Nils Frahm und Woodkid zusammen und komponierte neben seinen eigenen Alben auch einige Soundtracks. So beispielsweise zum britischen Krimi-Drama „Broadchurch“ und der Miniserie „Verschwiegen“ (im Original: „Defending Jacob“), deren Titelsong ihm 2020 sogar eine Emmy-Nominierung einbrachte.

Sein noch aktuelles Album RE:MEMBER, das erstmals 2018 erschien, veröffentlichte Arnalds 2019 ein weiteres Mal als Deluxe-Edition. Neben bekannten Songs lieferte diese zusätzlich einige neue Tracks, Arrangements, Reworks und ein exklusives Fotobuch. Das Original erhielt von ME-Autorin Laura Aha in ihrer Rezension viereinhalb von sechs möglichen Sternen und das Fazit: „Neoklassik ohne Worte: Der isländische Multiinstrumentalist malt mit Tönen und singt mit seinen Fingern.“

Mercury KX
Mercury KX

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