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Wand Laughing Matter


Drag City/H’Art (VÖ: 18.4.) 

von

Drei Alben in 13 manischen Monaten: Das macht die Gruppe aus L. A. noch nicht unbedingt einmalig, das haben ja auch die Beatles und Hildegard Knef hingekriegt, und zwar ständig. Aber allenfalls noch die Liverpooler haben dabei eine solche Bandbreite von Genres und Sounds bespielt wie das Quintett in seinen Anfangstagen 2014, 2015. Das straft jede Bezeichnung gleich Lügen: Psych-Garage? Drone-Pop? Gift-Prog?

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Wand gehören zur gleichen Szene wie Ty Segall und Mikal Cronin, aber mittlerweile bremsen sie deren ins Übermütige umkippende teenage angst doch zugunsten komplex ausgearbeiteter Songentwürfe aus. Und auch ihr Release-Rhythmus ist gemäßigter geworden. Zwei Jahre nach Plum erscheint jetzt mit LAUGHING MATTER ein fünftes Album, das dafür ganze 15 Songs auf über 67 Minuten unterbringt. Die ausufernde Länge ist das größte Manko der Platte, sieht man über das vermutlich halbwegs ironisch gemeinte Neo-Prog-Cover hinweg.

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Großes Plus hingegen: Bandleader Cory Hanson und Co-Sängerin/Keyboarderin Sofia Arreguin sind ausgesprochen charismatische Figuren, die die Rock-Wundertüte dann doch mit einem gewissen Geheimnis befüllen, statt die Songs dem ein wenig selbstgefälligen Mäandern zu überlassen. Ein Konzeptalbum über Liebe in Zeiten des Terrors verspricht die Gruppe. Man hätte sich die ein wenig drängender, drängelnder erhofft. 

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