Tochter von Bruce Willis wehrt sich: Warum sie ihr Ruf als Nepo-Baby wütend macht
Tochter von Bruce Willis und Demi Moore stellt klar: Sie finanziert ihr Leben selbst – mit vier Jobs und ohne finanzielle Hilfe.
US-Schauspielerin Rumer Willis, älteste Tochter von Bruce Willis und Demi Moore, räumt mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. Auf Instagram gewährte sie Einblicke in ihren Alltag als alleinerziehende Mutter und reagierte auf die folgende Kritik an ihrer finanziellen Unabhängigkeit.
In ihrem Beitrag „Single Moms Be Like“ dokumentiert sie vom Kochen über Wäsche bis hin zu Freizeitmomenten mit ihrer zweijährigen Tochter typische Alltagsszenen. Viele User:innen wollten davon nichts hören und kommentierten, Willis solle sich nicht beschweren und müsse sich dank ihrer prominenten Eltern keine Sorgen ums Geld machen.
Kein Treuhandfonds, keine Unterstützung
Dazu stellte sie in ihrer Instagram-Story klar: Sie sorgt für ihren Lebensunterhalt selbst. „Ich arbeite vier verschiedene Jobs, um meine Tochter zu versorgen“, schrieb sie. Einen Treuhandfond oder finanzielle Unterstützung ihrer Eltern gibt es für sie nicht, und die Kinderbetreuung stemmt sie größtenteils allein.
Willis räumt ein, dass ihr familiärer Hintergrund ihr gewisse Vorteile verschafft, betont aber, dass es in ihrem Post nicht um den Vergleich von Lebensrealitäten ging. Stattdessen wollte sie die alltäglichen Herausforderungen alleinerziehender Eltern sichtbar machen und klarstellen, dass sie sich weder auf den Ruhm noch auf das Vermögen ihrer Eltern verlässt. Sie schreibt: „Mir ist sehr bewusst, dass ich Privilegien habe, die viele andere Menschen nicht haben, und ich halte das keineswegs für selbstverständlich. Aber dieser Post drehte sich nicht um Privilegien oder Vergleiche. Es fühlt sich so an, als würden Leute annehmen, ich hätte das ignoriert – dabei war das gar nicht Thema.“
Obwohl sie sich reflektierter als einige ihrer Kolleg:innen zeigt, reiht sich Rumer Willis damit in eine Reihe von Star-Kindern ein, die gerne ihre Unabhängigkeit hervorheben.
Das Nepo-Baby-Phänomen
Der Begriff „Nepo-Baby“ (Nepo von Nepotismus) bezeichnet Kinder berühmter oder einflussreicher Eltern, die von den sozialen, finanziellen und beruflichen Vorteilen ihrer Familie profitieren. Viele Star-Kinder betonen, dass sie ihre Karriere eigenständig aufbauen, doch wirkt es in der Regel unglaubwürdig, mit solch enormen Privilegien und berühmten Namen zu behaupten, man habe alles selbst erreicht. Ein Paradebeispiel bildet Kylie Jenner, die sich oft als „selfmade“ bezeichnet, obwohl sie massiv von den Ressourcen ihrer Familie sowie dem Namen Kardashian-Jenner profitierte.
Zoë Kravitz, Tochter von Lenny Kravitz und Lisa Bonet, behauptet, kleinere Projekte angenommen zu haben, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und nicht als „Tochter von“ abgestempelt zu werden. Gwyneth Paltrow, Tochter von Schauspielerin Blythe Danner und Regisseur Bruce Paltrow, distanziert sich klar von ihrem Privileg und meint, Kinder berühmter Eltern müssten noch härter arbeiten als der Rest.
Doch einige Stars zeigen sich auch einsichtig: Maya Hawke, Tochter von Uma Thurman und Ethan Hawke, hatte ursprünglich angedeutet, sie habe ihre Rollen unabhängig von ihrem Hintergrund bekommen. Später korrigierte sie selbst: „Ich wurde für diesen Clip auf dem Roten Teppich, in dem ich sagte, ich hätte vorgesprochen, heftig verspottet. Ich wollte damit nie andeuten, dass ich die Rolle nicht aus nepotistischen Gründen bekommen habe – ich glaube, das habe ich total.“
Hailey Bieber ist ein humorvolles Beispiel: Nachdem das „New York Magazine“ sie aufgrund ihres Vaters Stephen Baldwin und ihres Ehemanns Justin Bieber als „Doppel-Nepo“ bezeichnet hatte, ließ sie sich selbstbewusst in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Nepo-Baby“ abbilden.






