Rupert Grint: Darum kritisierte er JK Rowling für ihre transphoben Äußerungen

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2020 war das Jahr, in dem kein Fehltritt unbemerkt blieb: Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Menschen weltweit nicht nur die politischen Ereignisse, sondern auch die Äußerungen der Stars. Besonders im Mittelpunkt stand JK Rowling mit ihren Äußerungen gegen Trans-Personen. Damit sorgte die Autorin nicht nur für einen riesigen Shitstorm im Internet, sondern erntete auch Backlash von „Harry Potter“-Stars. Schauspieler Rupert Grint erklärt nun, warum er sich gegen JK Rowlings transphobe Kommentare aussprach: „Es ist wichtig, für das einzustehen, woran man glaubt.“

JK Rowling: Frau ist nur, wer menstruiert

Grint gehörte neben seinen Co-Stars Daniel Radcliffe und Emma Watson zu denjenigen, die Rowling öffentlich für ihre transphoben Äußerungen kritisierten. Als Antwort auf JK Rowlings 3.000 Wörter langen Essay mit dem Titel „JK Rowling Writes about Her Reasons for Speaking Out on Sex and Gender Issues“ schrieb Grint damals: „Trans-Frauen sind Frauen. Trans-Männer sind Männer.“ Der Schauspieler weiter: „Jeder sollte das Recht haben, ein mit Liebe gefülltes, urteilsfreies Leben zu führen.“

Zuvor mockierte sich die „Harry Potter“-Autorin über einen Artikel mit der Phrase „Menschen, die menstruieren“ in der Überschrift und implizierte damit, dass man nur als Frau eingestuft werden kann, wenn man menstruiert. Diese Äußerungen waren nicht nur ausgrenzend gegenüber Transgender-Männern und -Frauen, sondern auch gegenüber Cisgender-Frauen, die nicht mehr menstruieren.

Rupert Grint über seine Beweggründe

In einem neuen Interview mit der Times sagte Rupert Grint, dass er die Trans-Community unterstützen wollte: „Ich denke, es ist immer noch wichtig, für das einzutreten, woran man glaubt, und für Menschen und Gemeinschaften, die unsere Unterstützung und Liebe brauchen. Das ist der Grund, warum ich mich letztes Jahr zu Wort gemeldet habe, ich wollte ein wenig Freundlichkeit da draußen zeigen.“

Über politische Diskussionen auf Social Media sagt der „Harry Potter“-Star jedoch: „Soziale Medien können Gespräche in Gang bringen, aber wenn man seine Meinung nach außen kundtut, kann man bombardiert werden.“

Im gleichen Interview gab Grint ebenfalls bekannt, dass er seiner Schauspiel-Karriere gerne den Rücken zuwenden möchte. Der frisch gebackene Vater könnte sich vorstellen stattdessen einen handwerklichen Beruf, wie Zimmermann oder Bauarbeiter, zu erlernen.

Auch King Princess kritisierte die Autorin

Auch King Princess kritisierte die Schriftstellerin damals und schrieb auf Instagram: „Merken Sie nicht, dass Sie sich weigern, einer Gruppe von Menschen zuzuhören, die jeden Tag ermordet, geschlagen und vom Gesetz ungeschützt gelassen wird … ‚Cis-Frauen‘ von ‚Trans-Frauen‘ zu trennen, ist genau das, was diese systematische Privilegierung/Hierarchie fortbestehen lässt. Also fragen Sie sich bitte, warum Sie reden, warum Sie diese Bewegung mit Ihren verwirrenden Worten stören und warum Sie als Autorin das Bedürfnis haben, eine Gruppe von Menschen anzugreifen, die höchstwahrscheinlich viele Jahre lang Ihr Geschäft aufrechterhalten hat.“

Auch Daniel Radcliffe machte seine Position klar und schrieb einen ausführlichen Essay als Antwort auf JK Rowlings transphobe Äußerungen. In diesem fordert er mehr Support von Transgender und nicht binären Menschen.


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